Login
Ländlicher Raum

Waldeigentümer im Gespräch mit neuer CDU-Parteivorsitzenden

Annegret Kramp-Karrenbauer
Thumbnail
Ulrich Graf, Wochenblatt
am
27.12.2018

Waldeigentümer betonen ihre Bedeutung für den ländlichen Raum.

Die Verbandsspitze der AGDW – Die Waldeigentümer haben sich mit der neuen CDU-Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer in Berlin getroffen. Ziel des Gesprächs war, die Parteivorsitzende angesichts der Erarbeitung eines neuen Grundsatzprogramms über die Anliegen der Waldeigentümer zu informieren. „Die Waldeigentümer mit ihrer Wertschöpfung und Heimatverbundenheit sind ein Stabilitätsfaktor im ländlichen Raum“, sagte AGDW-Präsident Philipp zu Guttenberg. Kramp-Karrenbauer hatte ein starkes Bekenntnis zum ländlichen Raum abgelegt und die AGDW eingeladen, ihre Anliegen in die Debatte zur Ausgestaltung des Grundsatzprogramms einzubringen.

An dem Gespräch haben neben dem AGDW – Präsidenten und dem Hauptgeschäftsführer Alexander Zeihe auch die Spitzen der Landesverbände teilgenommen. Außerdem waren der Bundestagsabgeordnete Hans-Georg von der Marwitz, der Waldbeauftragte des Bundeslandwirtschaftsministeriums, Cajus Caesar, sowie der designierte Präsident der Familienbetriebe Land und Forst, Max von Elverfeldt, dabei.

Ländlichen Raum stärken

Der ländliche Raum und die Debatte rund das Gefühl von Heimat hätten bei ihrer Zuhör-Tour im Vorfeld des Parteitages eine wichtige Rolle gespielt, berichtete Annegret Kramp-Karrenbauer. Dies sei eines der zentralen Themen, die bei der Formulierung eines eigenen Wertekompasses im Fokus stehen müssten. „Die Stärkung des ländlichen Raumes und die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse wie etwa in der Breitbandversorgung werden eine zentrale Rolle einnehmen“, sagte die Parteichefin. Sie machte deutlich, dass es eine der Herausforderungen für die CDU sei, die Partei im ländlichen Raum auch als politische Heimat wieder stärker zu verankern.

Kramp-Karrenbauer betonte, dass die Waldbewirtschafter mit ihrer Verknüpfung aus Ökonomie und Ökologie für das grüne Thema schlechthin ständen - für die Nachhaltigkeit. Die Verbindung von Umweltpolitik und Nachhaltigkeit mit den Bedingungen der sozialen Marktwirtschaft sei ein weiterer Baustein für das Grundsatzprogramm. Hier ginge es darum, einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen rund um den Wald herzustellen. Darüber hinaus seien die Familienbetriebe ein starkes Pfund, da sie über Generationen Bestand hätten und für Kontinuität ständen.

Eigentumsrechte wahren

AGDW-Präsident zu Guttenberg betonte, dass bei diesem Interessensausgleich die Sicherung der Eigentumsrechte eine zentrale Rolle spielen müsse. Die Politik müsse hier für stabile Rahmenbedingungen sorgen, damit Waldeigentümer und Forstbetriebe den Wald nachhaltig bewirtschaften können.  „Mit unserer multifunktionalen Forstwirtschaft und mit unseren vielzähligen Familienforstbetrieben sind wir ein wichtiger Pfeiler im ländlichen Raum“, sagte AGDW – Präsident zu Guttenberg.

Dazu zählten neben der Wertschöpfung die Pflege der Wälder, die Bereitstellung des Rohstoffes Holz und die Schaffung von Beschäftigung. „Dieses Pfund, das den ländlichen Raum prägt, muss im neuen Grundsatzprogramm verankert werden.“

Auch interessant