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Lebensspender

Das Element Wasser

Wasser
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Rainer Königer, Wochenblatt
am
11.07.2019

Die Landwirtschaft ist ein unmittelbarer Umgang mit den Elementen: Feuer, Erde, Wasser und Luft.

Rainer Königer

Wenn diese Elemente zusammenspielen, dann klappt es mit den Ernten. Ohne das Feuer der Sonne wäre es dunkel und es würde nichts wachsen. Ohne Erde gäbe es keine Fläche, die bepflanzt werden kann. Ohne Luft zum Atmen gäbe es kein menschliches Leben. Und ohne Wasser, dem Quell des Lebens, würde alles Leben verdursten und verdorren.

Wenn eines dieser Elemente übertreibt (Hitze), hat das folgenschwere Auswirkungen. Wenn eines dieser Elemente aber fehlt, geht gar nichts mehr. Bei den Klimadiskussionen geht es meist um die Erderwärmung. Die Max-Planck-Gesellschaft schreibt: Durch den Klimawandel steigen nicht nur die Temperaturen – auch der Wasserhaushalt verändert sich. Niederschlag, Verdunstung und Grundwasserneubildung werden in Zukunft einem neuen Rhythmus gehorchen. Die Folge: Die Landwirtschaft muss sich auf häufigere, längere und intensivere Trockenzeiten im Sommer einstellen.

Doch wie kann man sich auf so etwas einstellen? Wie können sich die Landwirte auf Dürren vorbereiten? Darauf gibt es keine, nur ansatzweise befriedigenden Antworten. Es ist leider vorstellbar, dass es zukünftig neben dem weltweiten Kampf ums Erdöl auch einen Kampf ums Wasser geben wird. Wer das Wasser hat, regiert die Welt. Völlig absurd sind in diesem Zusammenhang die immer wieder aufkeimenden Bemühungen in Teilen der EU, das Wasser zu privatisieren. Eine absolute Todsünde!

Dass sich Trinkwasser-Produzenten wie Nestlé Waters Wasserrechte rund um den Erdball sichern, hätte nie passieren dürfen. Das Recht auf Leben ist das Recht auf Wasser. Zukünftig wird man darauf achten müssen, wo Wasser eingesetzt wird. Die Reihenfolge müsste klar sein: Erst der Mensch und dann die Landwirtschaft, die Menschen ernährt.

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