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Kartoffeln

Frittenrohstoff teurer als Speiseware

Marktberichtsstelle des Bayerischen Bauernverbandes
am
11.10.2018

Die Vermarktungssaison 2018/19 von Kartoffeln hat mit einer ungewöhnlichen Preiskonstellation begonnen.

Kartoffeln

Für freie Frittenware wurden seit Beginn der Haupternte höhere Erzeugerpreise geboten als für Speisekartoffeln. Eine ähnliche Situation gab es für kurze Zeit lediglich im Erntejahr 2016. Getrieben wurden die Preise von den deutlich reduzierten Ernteerwartungen in den nordwesteuropäischen Kartoffelanbaugebieten. Das sorgte bereits vor der Ernte für eine sehr lebhafte Nachfrage von Seiten der europäischen Verarbeitungsbetriebe. Es wurde nahezu unabhängig der Verwertungsrichtung Rohstoff aufgekauft. Die Preise für freien Frittenrohstoff erreichten in Bayern in der bisherigen Vermarktungssaison ein Spitzenniveau von durchschnittlich 22 €/dt und liegt damit kräftig über dem fünf Jahresmittel von rund 11 €/dt. Für Speisekartoffeln errechnet sich in Bayern das bisherige Saisonmittel bei 20,50 €/dt (vwfk) und überschreitet das langjährige Mittel um 5,50 €/dt.

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