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Einkommensschere

87 Euro pro dt Weizen - das wär's

Bäckerei
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
05.01.2017

Berlin - Seit 1950 sind die Löhne um das dreiundzwanzigfache, die Brotpreise um das elffache gestiegen und die Getreidepreise unverändert geblieben.

Von 1950 bis 2015 hat sich der Nettostundenverdienst eines Industriearbeiters auf mehr als das 23-fache erhöht. Da die Brotpreise nur um das 11-fache gestiegen sind, kann sich der Industriearbeiter für seinen Stundenlohn heute (2015) mehr als doppelt so viel Brot kaufen wie noch vor 65 Jahren. Der Weizenerzeugerpreis lag 2015 in etwa auf dem Niveau von 1950; bezogen auf das Endprodukt wie ein dunkles Mischbrot erlöst der Landwirt nur knapp 7 Prozent. Demgegenüber waren es 1950 entsprechend noch zwei Drittel des Brotpreises. Das geht aus dem Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes hervor.

Wären die Weizenpreise seit 1950 genauso stark gestiegen wie die Inflationsrate, dann könnten die Erzeuger für einen Doppelzentner (100 kg) heute etwa 87 Euro erlösen.

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