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Gereidemarkt

Die Agrarmärkte zum Jahreswechsel 2016/2017

pd
am
02.01.2017

Berlin - Die Erzeugerpreise für Getreide verzeichnen ausgehend von dem unbefriedigenden Preisniveau in der Ernte 2016 wieder einen positiven Trend, können das Vorjahresniveau jedoch noch nicht wieder erreichen.

Nach den sehr schwierigen Jahren 2015 und 2016 blicken die deutschen Landwirte etwas hoffnungsvoller auf das Jahr 2017. Die aktuellen Marktentwicklungen in wichtigen landwirtschaftlichen Erzeugungsbereichen lassen erkennen, dass die wirtschaftliche Talsohle durchschritten sein könnte, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte. Diese Entwicklung dürfte in den Milchvieh- und Veredlungsbetrieben etwas stärker ausfallen als in den Ackerbaubetrieben. Die Hoffnungen liegen auf wieder stabileren internationalen Agrarmärkten in der ersten Jahreshälfte 2017.

Die Situation des Getreidemarktes zum Jahreswechsel schätzt der DBV wie folgt ein:

Getreidemärkte

Die Erzeugerpreise für Getreide verzeichnen ausgehend von dem unbefriedigenden Preisniveau in der Ernte 2016 wieder einen positiven Trend, können das Vorjahresniveau jedoch noch nicht wieder erreichen. Während die Erzeugerpreise zum Jahreswechsel im Vorjahr bei 156 Euro pro Tonne Brotweizen und 144 Euro pro Tonne Futtergerste lagen, erzielen Erzeuger derzeit im Bundesdurchschnitt nur 148 Euro pro Tonne Brotweizen und knapp 130 Euro pro Tonne Futtergerste. Verbesserungen der Erzeugerpreise dürften sich in Grenzen halten. Zwar ist die Getreideerzeugung der EU-28 im Wirtschaftsjahr 2016/17 mit 293 Millionen Tonnen Getreide – davon 134 Millionen Tonnen Weizen – deutlich hinter die Vorjahreserzeugung in Höhe von 312 Millionen Tonnen Getreide (151 Millionen Tonnen Weizen) zurückgefallen. Doch die durch die Rekordernten in den USA und Russland reichliche weltweite Versorgungslage drückt die Getreidepreise.

Nach den jüngsten Schätzungen des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums wird die globale Weizenerzeugung 751 Millionen Tonnen erreichen. Damit wird nicht nur die Nachfrage in Höhe von 740 Millionen Tonnen gedeckt, sondern die Lagerbestände werden auf einen neuen Rekordwert von 252 Millionen Tonnen ansteigen. Die Produktion des weltweit wichtigsten Getreides Mais wird sogar 1,04 Milliarden Tonnen erreichen und bei einer Nachfrage von 1,026 Milliarden Tonnen ebenfalls zu einem erneuten Aufbau der Lagerbestände beitragen.

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