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Getreide

Bayer und Yara starten Initiative für mehr Weizenertrag

von , am
04.03.2015

<b>Langenfeld</b> - Der Pflanzenschutzmittelhersteller Bayer und der Düngerproduzent Yara haben gemeinsam das Projekt Wheat Yield Initiative auf den Weg gebracht. Bei dieser Initiative soll ausgelotet werden, in welcher Höhe das Ertragspotenzial unter den diesjährigen Standort- und Witterungsbedingungen ausgeschöpft werden kann.

Die Unkrautbekämpfung im Getreide könnte heuer auf eine harte Probe gestellt werden. © Rainer Sturm / pixelio.de
Bayer und Yara möchten gemeinsam Strategien aufzeigen, die die Ausschöpfung des Ertragspotenzials beim Weizen zum Ziel haben. Hierzu wurde das gemeinsame europäische Projekt Wheat Yield Initiative ins Leben gerufen. Im ersten Jahr, das mit der Aussaat im Herbst 2014 begonnen hat, beteiligen sich Deutschland und Großbritannien. Beide Unternehmen stellen moderne, teils völlig neue Prognose- und Analyse-Tools für die Bestandsführung zur Verfügung.
Der Weizenanbau im Rahmen der Initiative erfolgt hierzulande an insgesamt vier Standorten in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Es handelt sich um Praxisschläge mit mindestens acht Hektar Größe. Gemeinsam mit den Betriebsleitern werden die Anbaustrategien festgelegt. Die fachliche Betreuung übernehmen Yara- und Bayer-Mitarbeiter vor Ort. Die Durchführung der Arbeiten übernehmen die Landwirte selbst. Für das Düngemonitoring setzt Yara seinen N-Tester, für die Ausbringung den N-Sensor ein, auf zwei Standorten kommt der so genannte Field Doc zum Einsatz, mit dem sich die reale Entwicklung der Biomasse beobachten und mit dem Aufwuchspotenzial des Standortes vergleichen lässt.
Bayer arbeitet mit seinen unternehmenseigenen Servicetools und dem Proplant-Prognosemodell, über das die Infektionswahrscheinlichkeiten relevanter Krankheiten erfasst werden. Vor Ort installierte Wetterstationen stellen die notwendigen Daten zur Verfügung. Bei diesem nachhaltigen Ansatz wird nach guter landwirtschaftlicher Praxis gearbeitet. Das Besondere dieser Initiative ist die lückenlose und engmaschige Erfassung des Wachstumsverlaufs auf den Flächen und dessen Berücksichtigung bei der Ableitung von Pflanzenschutz- und Düngungsempfehlungen. Die Fachberater beider Unternehmen werden alle Maßnahmen, die zum Pflanzenschutz und zur Pflanzenernährung erforderlich sind, fachlich erläutern. Ab diesem Frühjahr ist zudem eine regelmäßige Kommunikation, beispielsweise online über die Internetseiten beider Häuser und über die landwirtschaftliche Fachpresse, geplant, so dass die Praxis aktiv an den durchgeführten Maßnahmen partizipieren kann.
Bei der Ernte in diesem Jahr wird sich zeigen, in welcher Höhe das Ertragspotenzial unter den diesjährigen Standort- und Witterungsbedingungen ausgeschöpft werden konnte. Man darf gespannt sein. Für Bayer und Yara steht das Erarbeiten konkreter Handlungsempfehlungen für die Praxis im Mittelpunkt, damit Landwirte auf ihren Standorten mit nachhaltigen Anbaustrategien das Beste herausholen können. (pd)
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