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Getreide

Bayerns Getreideanbaufläche um knapp vier Prozent
gestiegen

von , am
13.05.2015

<b>München</b > - Eine erste Schätzung zeigt insbesondere Zunahme bei Winterweizen und Wintergerste.

© Werkbild
Nach einer ersten Schätzung des Bayerischen Landesamts für Statistik haben die bayerischen Landwirte für die Ernte 2015 eine Fläche von rund 1,07 Millionen Hektar (ha) mit Getreide (ohne Körnermais) bestellt, 3,6 Prozent bzw. rund 36.600 ha mehr als im Jahr zuvor. Ausschlaggebend hierfür war im Wesentlichen die deutliche Flächenausweitung bei den beiden flächenstärksten Getreidearten Winterweizen und Wintergerste.
Bei der wichtigsten Getreideart, dem Winterweizen, wurde die Anbaufläche des Vorjahres um 21.800 ha bzw. rund vier Prozent auf 549.400 ha erhöht. Dies wäre die bisher höchste Winterweizenfläche. Fast ebenso hoch war mit 19.600 ha bzw. gut acht Prozent die Flächenzunahme bei Wintergerste auf 257.200 ha.
Dagegen wurde die Aussaat von Roggen (einschließlich Wintermenggetreide) nach der bereits über zwanzigprozentigen Flächenreduzierung im Vorjahr um weitere rund elf Prozent (4.500 ha) auf 37.000 ha verringert. Triticale, eine Kreuzung aus Winterweizen und Roggen, blieb mit knapp 89.000 ha nur geringfügig unter der hohen Anbaufläche des Vorjahres. Insgesamt wurde die Aussaat der Winterkulturen mit 932.600 ha binnen Jahresfrist um vier Prozent (35.700 ha) ausgeweitet.
Ähnlich hoch wie im Vorjahr war dagegen die Aussaatfläche des Sommergetreides. Die mit Abstand bedeutendste Sommergetreideart ist die Sommergerste, die häufig als Braugerste verwendet wird. Nachdem die Anbaufläche im Vorjahr erstmals unter 100.000 ha blieb, erfolgte in diesem Jahr wieder eine kleine Flächenausweitung um gut zwei Prozent (2.300 ha) auf 101.700 ha. Auch beim Sommerweizen wird mit einem Flächenanstieg um 2.200 ha auf gut 9.000 ha gerechnet.
Dagegen wurde Hafer nur noch auf 23.100 ha ausgesät, im Vergleich zu 2014 eine Flächenminderung um 3.600 ha bzw. gut 13 Prozent.
Winterraps, die wichtigste Ölfrucht des Landes, wurde nur noch auf 106.500 ha angebaut. Dies ist die niedrigste Anbaufläche seit 1997 und bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine weitere Flächenreduzierung rund 13 Prozent.
Bei Kartoffeln wird nach dem Anbautief von 40.800 ha im vergangenen Jahr eine weitere Flächenminderung um knapp drei Prozent (1.200 ha) erwartet, sodass die Kartoffelfläche erstmals unter 40.000 ha liegen dürfte. Auch bei Zuckerrüben würden die geschätzten 53.200 ha einen neuen Tiefststand bedeuten, ein Minus von 6.600 ha gegenüber 2014. (pd)
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