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Absatzmärkte

Biodiesel: Erstmals mehr Abfallöl als Rapsöl drin

pd
am
30.10.2017

Mit etwa 0,87 Mio. Tonnen überstieg der Absatz von Biodiesel aus Abfallölen im Quotenjahr 2016 erstmals den Absatz von Biodiesel aus Rapsöl.

Absatz von Biodiesel

Der Absatz von Biodiesel aus Rapsöl sank im Vergleich zu 2015 von knapp 1,30 Mio. Tonnen auf 0,86 Mio. Tonnen. Diese aus Sicht der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) besorgniserregende Feststellung geht aus dem aktuell von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) veröffentlichten Evaluations- und Erfahrungsbericht für das Jahr 2016 hervor.

Während die Verwendung von Biodiesel aus Rapsöl laut BLE-Bericht in den letzten Jahren bei etwa 1,2 Mio. Tonnen stagnierte und sich vor allem der Anteil von Palmöl rückläufig entwickelte, nahm der Anteil von Biodiesel aus gebrauchten Speiseölen (Used Cooking Oil Methyl Ester - UCOME) stetig zu. Als Ursache sieht die Ufop vorrangig die 2015 eingeführte Treibhausgas-Minderungsverpflichtung und den hiermit ausgelösten Wettbewerb um die THG-Minderungseffizienz. Diese Umstellung hatte die Ufop als Alleinstellungsmerkmal in der Bioökonomie zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe und als richtungsweisend für die Dekarbonisierung der Wirtschaft insgesamt grundsätzlich begrüßt.

Die deutschen Ölmüller müssen infolge der aktuellen Entwicklung verstärkt auf den Export von Rapsöl setzen. Die Rapsölexporte Deutschlands erreichten im Wirtschaftsjahr 2016/17 daher ein Rekordhoch. Mit rund 1,2 Mio. Tonnen wurden knapp 13 % mehr ins Ausland verkauft als 2015/16. Fast 92 % der Ausfuhren gingen in andere EU-Staaten.

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