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Deutsche Ernährungsindustrie verzeichnete 2015 Umsatzrückgang

aiz
am
19.01.2016

Berlin - Die deutsche Ernährungsindustrie erwirtschaftete 2015 nach ersten Schätzungen einen Umsatz von 166,3 Mrd. Euro und erzielte damit das schlechteste Jahresergebnis der letzten vier Jahre.

© ManuMedia

Der Branchenumsatz sank um 3,4% im Vorjahresvergleich. Dazu beigetragen haben die sinkenden Verkaufspreise für die Lebensmittelhersteller, sie mussten im Inland einen Preisrückgang von 2,3% und im Ausland von 2,2% hinnehmen. Die Absatzmengen schrumpften um 1,1%. Weitere Gründe für den Umsatzrückgang sind die anhaltende Stagnation im Inland (-5,7%) sowie das schwache Exportgeschäft. Zwar konnte die Ausfuhrquote auf 33% gesteigert werden, doch mehr Konkurrenz auf den Auslandsmärkten und mehr Marktzugangshürden ließen die Lebensmittelexporte um 0,1% auf 54,3 Mrd. Euro zurückgehen. Damit wurde erstmalig seit 16 Jahren kein Exportwachstum erzielt, teilt die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) mit.

"Eine schwache Nachfrage, anhaltend hohe Kosten bei Löhnen, Energie und Rohstoffen, ein zunehmender Konkurrenzdruck sowie schwindende Gewinnspielräume im Auslandsgeschäft steigern den Ertragsdruck für unsere Branche und stärken die Verhandlungsmacht des konzentrierten Einzelhandels", erklärt BVE- Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff. Der entstehende Preisdruck treibe die Konsolidierung in der Branche voran. Das Nullwachstum behindere nachhaltige Innovationen.

Die Ernährungsindustrie ist mit rund 570.000 Beschäftigten in 5.850 Betrieben der drittgrößte Industriezweig Deutschlands und versorgt 81 Mio. Verbraucher mit Lebensmitteln.

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