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EU-Bilanz

EU steigerte Agrar- und Lebensmittelexporte im Mai 2017

Weinanbau
aiz
am
26.07.2017

Brüssel - Die größten Wachstumsraten konnten für Wein (+185 Mio. Euro), Säuglingsnahrung, Fettsäuren und Milchpulver ausgewiesen werden. Die Weizenexporte haben laut dem Bericht bereits den dritten Monat nachgegeben (-246 Mio. Euro), und auch die Ausfuhren von Schweinefleisch sowie anderen Getreidearten fielen geringer aus.

Die EU-Agrar- und Lebensmittelexporte sind im Mai 2017 um 9% auf 11,5 Mrd. Euro gegenüber Mai 2016 angewachsen. Verglichen mit dem Durchschnitt der vergangenen vier Jahre beträgt die Steigerung 15%, teilte die EU-Kommission in ihrem aktuellen Monatsbericht über den Handel mit Agrarprodukten und Nahrungsmitteln mit. Die monatlichen Exportwerte (Mai 2016 gegenüber Mai 2017) haben sich insbesondere für die USA (+122 Mio. Euro), China (+105 Mio. Euro), Japan (+88 Mio. Euro), Hong Kong (+79 Mio. Euro), Russland (+75 Mio. Euro) und Korea (+71 Mio. Euro) erhöht. Dabei wurden die größten Wachstumsraten für Wein (+185 Mio. Euro), Säuglingsnahrung, Fettsäuren und Milchpulver ausgewiesen. Die Weizenexporte haben laut dem Bericht bereits den dritten Monat nachgegeben (-246 Mio. Euro), und auch die Ausfuhren von Schweinefleisch sowie anderen Getreidearten fielen geringer aus.

Gleichzeitig war eine Steigerung bei den monatlichen Importwerten um 13% gegenüber dem Vorjahr zu beobachten. Durch die Zunahme sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen fiel die Netto-Handelsbilanz im Mai 2017 mit 675 Mio. Euro aber weiterhin positiv aus, wie aus dem Bericht hervorgeht.

2,6% Steigerung über zwölf Monate

In der Periode über zwölf Monate (Juni 2016 bis Mai 2017) betrug der Exportwert von EU-Agrarprodukten und -Lebensmitteln 131,8 Mrd. Euro, was einer Zunahme um 2,6% entspricht. Trotz einer Verringerung der Schweinefleisch-Ausfuhren in der Periode März bis Mai 2017 hat die Exportleistung in den vergangenen zwölf Monaten um 17% zugelegt, wie die jüngsten Zahlen zeigen.

Nach der Einigung über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan widmete der Bericht einen Schwerpunkt den Handelsbeziehungen zwischen den beiden Partnerländern. Die EU ist derzeit der viertgrößte Exporteur von Produkten nach Japan und erwartet sich von dem Abkommen, zum bedeutendsten Agrar-Handelspartner für den Inselstaat in Ostasien insbesondere bei Waren wie Schweinefleisch, Wein, Käse und Spirituosen aufzusteigen.

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