Login
Erzeugerwoche

Darum geht es

Thumbnail
Wolfgang Piller, Wochenblatt
am
01.12.2016

Herrsching - Kein einziger, liebe Leser, wird alle der 52 verschiedenen Vorträge auf der diesjährigen Erzeugerwoche gehört haben. Allein die schiere Menge macht das unmöglich. Zugleich zeigt die Zahl, welche Masse an Information diese – deutschlandweit einzigartige – Tagungswoche bereit hält.

Wolfgang Piller

Das besondere daran sind aber nicht alleine die vielen Referate, die durch die Bank wertvolle Informationen bereit halten, sondern vor allem, dass sie alle ausgerichtet sind auf die Belange der Landwirte. Sie sind sozusagen parteiisch im besten Sinn.

Das muss man sofort wieder einschränken. Denn natürlich werden – nur als Beispiele – der Chef-Getreidehändler der BayWa, der Bundespräsident der Tierärzte, die Molkereivertreter, der Regionalbeauftragte der Rewe-Supermärkte oder der Inhaber der Nudelfabrik Bernbacher ihre Informationen auch im eigenen Geschäftsinteresse gefiltert haben. Doch sie alle müssen sich dem kritischen Verständnis der Erzeuger und ihrer Vertreter stellen. In diesem Zusammenhang zählt eines noch mehr: Die so verschiedene Herkunft der Referenten zeigt, wie sehr diese Erzeugerwoche den Austausch innerhalb der verschiedenen Wertschöpfungsketten ermöglicht. Das ist ein wertvolles Pfund der bayerischen Landwirtschaft. Denn zum einen gibt es die verschiedenen Wertschöpfungsketten, neue bauen sich auch immer wieder auf, zum anderen lässt sich der direkte Kontakt pflegen und Probleme damit auf dem kurzen Dienstweg lösen.

Wenn ihnen das nun als etwas zu viel der Lobhudelei erscheint, dann bedenken Sie auch: Viele Referate werden den Zuhörern nicht sehr gefallen haben. Dazu sind die Preise an den Agrarmärkten immer noch zu schlecht, auch wenn bei einigen Produkten die tiefsten Täler überwunden scheinen. Wichtiger ist jedoch: Die liberalisierten Märkte sind vor allem eines – volatil. Und das Auf und Ab muss man verstehen lernen. Darum ging es bei fast allen 52 Referaten.

Auch interessant