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Erzeugung von Getreide und Ölsaaten

Getreide- und Ölsaatenproduktion erholen sich

Weizenernte
pd
am
20.10.2017

Nach Schätzung des europäischen Bauernverbands liegt die diesjährige Getreideernte in der EU um 0,4 % höher als letztes Jahr. Aber die Qualität schwankt stark.

Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Getreide“ von Copa und Cogeca, Max Schulman, sagte: „Wir gehen davon aus, dass die diesjährige Getreideernte in der EU um 0,4 % höher liegen wird als letztes Jahr und 297 Mio. Tonnen erreicht. Viele Länder sind in diesem Jahr jedoch von extremen Witterungsereignissen heimgesucht worden, von Frost bis hin zu Dürren: Während es in Spanien und Portugal mehrere Monate lang nicht geregnet hat, litten Irland und das Baltikum unter heftigen Niederschlägen und Überflutungen.

Diese unterschiedlichen Bedingungen werden Auswirkungen auf die Qualität der EU-Produktion zeitigen. Wir sind besonders besorgt im Hinblick auf die Qualität der Kulturen in nördlichen Ländern (Schweden und Finnland), da die Ernte dort aufgrund starker Regenfälle noch nicht abgeschlossen werden konnte. Die Erzeuger sehen sich zudem nach wie vor dem Druck niedriger Preise bei gleichzeitig hohen Produktionskosten gegenüber.“

„Zusätzlich zur Herausforderung des Klimawandels sind die Erzeuger außerdem hinsichtlich des Wegfalls vieler Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat und des Verbots von Pflanzenschutzmitteln und Düngern auf ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) besorgt. Diese Maßnahmen werden eine verstärkte Umstellung auf Brachflächen in der nächsten Saison zur Folge haben“, so Schulman.

Die EU-Ölsaatenproduktion steigt um 2 %

Arnaud Rousseau, der Vorstizende der Arbeitsgruppe „Ölsaaten“ von Copa und Cogeca, betonte: „Es wird dieses Jahr trotz der widrigen Witterungsbedingungen ein Anstieg der EU-Ölsaatenproduktion um 2 % und damit eine Ernte in Höhe von 32,4 Mio. Tonnen erwartet. Die EU-Rapsproduktion steigt um 3,6 % auf 21,3 Mio. Tonnen, womit den Viehhaltern eine gute Futterversorgung ihrer Tiere mit Eiweißpflanzen garantiert wird.

Der Flächenanstieg bei Raps hängt mit den momentan wenig lukrativen Aussichten in der Getreideerzeugung und den niedrigen Preisen zusammen. Die extremen Witterungsbedingungen haben auch die Ölsaatenproduktion beeinträchtigt, die Sojaproduktion beispielsweise ist trotz einer Flächenzunahme von 5 % nicht angestiegen. Zudem hatten die Erzeuger Schwierigkeiten bei der Aussaat der Folgekulturen, da die Aussaatfläche durch die Dürre sowie die feuchten Witterungsbedingungen eingeschränkt ist.“

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