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Erzeugung

Landwirtschaftliche Produktionswert 2017 um 6,7 % gestiegen

Mähdrescher Getreide
Die pflanzliche und die tierische Produktion trugen in nahezu gleichen Anteilen zum Produktionswert bei. © imago/blickwinkel
von am
12.01.2018

Ersten Schätzungen aus der vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) veröffentlichten Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung zufolge lag der Produktionswert der deutschen Landwirtschaft im Jahr 2017 bei 56,8 Mrd. Euro.

Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs von 6,7%, wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) laut Dow Jones News mitteilte. Die Produktionswerte der tierischen und pflanzlichen Erzeugung seien ähnlich hoch.

 

Die tierische Erzeugung wird 2017 einen geschätzten Gesamtwert von knapp 27,3 Mrd. Euro erreichen. Das sind knapp 3,4 Mrd. Euro mehr als im Vorjahr. Davon entfiel auf die Tierproduktion ein Anteil von 14,6 Mrd. Euro (plus 6%).

Die Produktion von tierischen Erzeugnissen (Milch, Eier) erreichte 2017 laut BLE einen Wert von 12,7 Mrd. Euro (plus 25%), während die erzeugte Menge im Vergleich zum Vorjahr fast konstant blieb. Der Grund für den Anstieg liegt in den höheren Erzeugerpreisen. Von Januar bis September 2017 haben die deutschen Molkereien demnach insgesamt 1,5% weniger Rohstoff erfasst als 2016.

Die Milcherzeugerpreise in Deutschland lagen bei 35 Cent/kg. Somit ist die Milcherzeugung mit knapp 11,3 Mrd. Euro die größte Position bei den tierischen Erzeugnissen. Der durchschnittliche Eierpreis wird für 2017 in Deutschland auf 1.223 Euro/t geschätzt. Das ist ein Anstieg um 14,1% gegenüber dem Vorjahr. Der Erzeugererlös beläuft sich auf rund 1 Mrd. Euro.

Für die pflanzliche Erzeugung wird laut BLE ein Erlös von rund 26 Mrd. Euro erwartet. Dies ist ein Plus von etwa 284 Mio. Euro gegenüber 2016 (plus 1,2%). Die für das Jahr 2017 ermittelte Getreideernte beträgt 45,6 Mio. t und ist mit der Vorjahresernte vergleichbar. Der durchschnittliche Verkaufserlös liegt für die erste Schätzung bei 147 Euro/t und damit nahe am Vorjahreswert.

Hinsichtlich der Getreidequalität lasse sich derzeit noch keine eindeutige Aussage treffen. Die hohen Niederschlagsmengen in einigen Regionen Deutschlands während der Getreideernte hätten Auswirkungen auf die Qualität, die Verwertung und somit den Preis. Weiteren Preiseinfluss habe die internationale Entwicklung, die im vierten Quartal eine positive Wirkung zeige.

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