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Copa und Cogeca

Mehr Getreide und Ölsaaten in der EU

pd
am
05.07.2017

Brüssel - Die heute von Copa und Cogeca veröffentlichten Zahlen zeigen, dass für dieses Jahr im Vergleich zu 2016 ein Anstieg der EU-Getreideproduktion um 0,4 % erwartet wird. Die Gesamtmenge bleibt aber bleibt unter 300 Mio. Tonnen. Bei der EU-Ölsaatenproduktion ist ein Plus von 1,6 % drin. Grund hierfür sind vor allem die besseren Witterungsverhältnisse in manchen Ländern.

In der Sitzung der Arbeitsgruppe „Getreide“ von Copa und Cogeca sagte der Vorsitzende, Max Schulman: „Wir gehen davon aus, dass die diesjährige Getreideernte in der EU um 0,4 % höher liegen wird als letztes Jahr und 298 Mio. Tonnen erreicht. Damit bleibt sie allerdings unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt. Hauptursache sind die im Vergleich zu den desaströsen Wetterphänomenen des letzten Jahres günstigeren Witterungsbedingungen in manchen Mitgliedstaaten. Trotzdem waren einige Staaten – darunter insbesondere Frankreich und die Länder Südeuropas – dieses Jahr von Frost und Trockenheit betroffen. Die Wetterschwankungen werden sich wahrscheinlich auf die Qualität der EU-Produktion auswirken. Die günstigen Aussichten in den USA, Kanada und Kasachstan könnten zudem das Marktgleichgewicht beeinträchtigen. Die Lagerbestände an Getreide bleiben jedoch gering und die Landwirte ziehen die Richtigkeit der Höhe der Überhangbestände in der EU in Zweifel, da der Viehzuchtsektor Schwierigkeiten bei der Beschaffung der notwendigen Mengen hat.“

Der stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Ölsaaten“ von Copa und Cogeca, Mike Hambly, betonte: „Es wird dieses Jahr ein Anstieg der EU-Ölsaatenproduktion um 1,6 % und damit die Erreichung von 32,2 Mio. Tonnen erwartet. Die EU-Rapsproduktion erreicht wieder einen Durchschnittswert von 21 Mio. Tonnen, womit den Viehhaltern eine gute Futterversorgung ihrer Tiere mit Eiweißpflanzen garantiert wird. Aufgrund der besseren Wetterbedingungen im Winter hat sich die Produktion dieses Jahr in Richtung Winterraps verschoben. Dies erklärt die höheren Produktionsmengen und höheren Erträge. Die Erzeuger geraten dennoch durch die niedrigen Preise und die in Folge der Aussetzung der Saatgutbeizung mit Neonicotinoiden hohen Produktionskosten unter Druck. Dementsprechend sind die Anbauflächen für Ölsaaten nicht gestiegen. Ohne Neonicotinoide zur Saatgutbeizung und ohne Alternativprodukte müssen die Landwirte ihre Kulturen häufiger spritzen, was die Kosten deutlich in die Höhe treibt.“

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