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Ernte 2018

Scharfe Korrektur der Weizenernte Frankreichs startet Rallye

aiz
am
04.07.2018

Quer durch die Branche senken Analysten ihre Ernteprognosen für das angelaufene Wirtschaftsjahr 2018/19 - aktuell der EU-Landwirte- und Genossenschaftsverband COPA-COGECA und der Internationale Getreiderat IGC.

Die drastischste Reaktion der Märkte löste die monatlich veröffentlichte französische Analyse Strategie Grains vergangenen Freitag aus. Die Experten reduzierten die Weizenernte des größten Produzenten und Exporteurs in der EU, Frankreich, um 4,6 Mio. t oder 12% von zuletzt 37,8 Mio. t auf nunmehr 33,2 Mio. t.

Im Vorjahr hatte Frankreich 36,6 Mio. t Weizen eingebracht. Die Terminbörse Euronext in Paris startete daraufhin am Freitagnachmittag eine Rallye der Mahlweizennotierungen. Unterstützt wurde diese durch einen infolge des deutschen Koalitionsstreits bis Montag auf unter 1,16 US-Dollar gefallenen Euro-Kurs, der sich ab Dienstag aber wieder über die 1,16er-Marke erholte.

Der Kurs des Pariser September-Weizenkontrakts legte am Freitag um 4,50 Euro und am Montag nochmals um 1,75 Euro/t auf letztlich 180,25 Euro/t zu, der des für die neue Ernte aussagekräftigen Dezemberkontrakts ebenfalls um 4,50 Euro und um 1,75 Euro an diesen beiden Tagen auf 183,50 Euro/t. Den Dienstagshandel startete der Euronext-Weizen neuerlich mit weiteren leichten Kursgewinnen. In Summe legte der September-Liefertermin vom Schlusskurs des Donnerstags bis Dienstagmittag um 4,2% und der für den Dezember um 3,9% zu.

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