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Getreidemarkt

Weizenrallye setzt sich ungebremst fort

Weizen Dreschen
aiz
am
06.08.2018

Trotz Widerständen von Abnehmern kommen höhere Preise allmählich auch bei den Bauern an.

Vorige Woche die 200 Euro-Marke und am Donnerstag dieser Woche die 210 Euro/t Weizennotierung an der Euronext in Paris. Die Märkte nehmen praktisch jeden Tag Meldungen über Ernteausfälle durch Dürre oder auch zu viel Regen zum Anlass, die Kurse ungebremst weiter in die Höhe zu treiben.

Die Schlusskurse für den Mahlweizen zur Lieferung im Dezember - dies ist der am meisten gehandelte Liefermonat, der gleichzeitig die Preis der Erne 2018 widerspiegelt - an der Euronext stiegen vom 28. Juni (177,25 Euro/t) b is zum Donnerstag dieser Woche, dem 2. August, um 20,3% auf 213,25 Euro/t. Das ist mehr als die letzte Spitze bei 208,75 Euro/t vom 6. Mai 2014. Am Freitag startete die Euronext - wie so oft, wenn Anleger die Zugewinne der Woche ins Wochenende mitnehmen wollen und Positionen abstoßen - leicht negativ, drehte dann aber am späten Mittag im Windschatten einer im morgendlichen vorbörslichen Online-Handel unbeirrt weiter steigenden CBoT neuerlich in den grünen Bereich.

Am österreichischen Kassamarkt legen die Abnehmer zwar noch Widerstand an den Tag, das "neue" Preisniveau zu akzeptieren, doch schön langsam kommen Preissteigerungen auch hierzulande an. Noch weit entfernt vom heftigen Tempo der Euronext befestigte sich am Mittwoch dieser Woche an der Wiener Produktenbörse Premiumweizen um 5,50 Euro auf 185 bis 194 Euro/t und Qualitätsweizen um 1,50 Euro auf 174 bis 181 Euro/t.

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