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Internationaler Milchmarkt

GlobalDairyTrade-Index kann erneut zulegen

Südbayerische Molkereien
aiz
am
20.03.2019

Der positive Trend der Notierungen an der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade hat weiter angehalten.

Der GDT-Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Molkereiprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, erhöhte sich gegenüber dem vorhergehenden Event um 1,9%. Es war dies der achte Anstieg in Folge. Die deutlichsten Steigerungen wurden bei Butter, Kasein und Vollmilchpulver verzeichnet, dem gegenüber wurde Magermilchpulver erneut geringer bewertet. Der GDT-Index gilt als wichtiger Indika tor für die Preisentwicklung am Weltmilchmarkt.

Der Index für Butter legte gestern im Schnitt um 9,3% auf 5.089 USD/t zu. Ähnlich hoch fiel der Anstieg bei Kasein aus, hier wurde eine Erhöhung um 9,7% auf 6.190 USD/t verzeichnet. Cheddar-Käse wies mit 4.036 USD/t ebenfalls ein deutliches Plus auf (+3,9%). Die Notierung für wasserfreies Milchfett (Butteröl) sank bei der jüngsten GDT-Auktion im Mittel um 3,1% auf 5.662 USD/t. Der Index für Laktose gab leicht nach, und zwar um 1% auf 1.000 USD/t.

Im Milchpulverbereich wurden erneut gegenläufige Kursbewegungen gemeldet: Während Vollmilchpulver einen deutlichen Aufschlag von 4% auf durchschnittlich 3.317 USD/t erzielte, fiel bei Magermilchpulver der mittlere Kurs um 2,4% auf 2.405 USD/t.

In Summe wurden beim jüngsten GDT-Event Molkereiprodukte im Umfang von 21.713 t verkauft und damit etwas weniger als bei der vorhergehenden Auktion (23.930 t). Die Zahl der teilnehmenden Bieter blieb mit 174 annähernd gleich.

Geringeres Angebot lässt Notierung für Vollmilchpulver steigen

Der erneute Anstieg der GDT-Notierungen hängt nach Ansicht der Analysten vor allem mit dem aufgrund einer Hitzeperiode geringeren Milchangebot in Neuseeland zusammen. Vollmilchpulver - das wichtigste Exportprodukt des Marktführers Fonterra und gleichzeitig das Leitprodukt dieser Auktion - sei anhaltend gefragt, betont Emma Higgins, Milchmarktexpertin der Rabobank. Der von Fonterra gemeldete Rückgang der Milchanlieferung veranlasse die Käufer, sich rechtzeitig mit Vollmilchpulver einzudecken, bevor die Ware knapp werde und der Preis weiter zulege. Bei Magermilchpulver, so Higgins, seien die Notierungen von Anfang Dezember 2018 bis Ende Februar 2019 kontinuierlich gestiegen. Nunmehr dürfte sich die Räumung der EU-Interventionslager auswirken, weil die Ware jetzt physisch auf den Markt gelange.

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