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Milchpreis

BDM befürchtet Kippen des Milchmarktes

Fleckvieh am Fressgitter
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
19.01.2018

Der Bundesverband Deutscher Michviehhalter BDM e.V. bekräftigte seine Forderung nach Ausbau des Sicherheitsnetzes um zeitlich befristete, mengenbegrenzende Krisenmaßnahmen.

„Das Jahr 2017 ist verstrichen, ohne dass wir beim Ausbau des Sicherheitsnetzes für den EU-Milchmarkt entscheidende Schritte weitergekommen wären. Das ist fatal, gerade weil der Milchmarkt bereits wieder kippt“, erklärte BDM-Sprecher Hans Foldenauer am Mittwoch anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Verbandes und erinnerte daran, dass Bundesagrarminister Christian Schmidt 2016 mit seiner Entscheidung, die Liquiditätshilfen des nationalen Teils des Zweiten EU-Hilfspakets mit einer Verringerung der Milchproduktion zu verknüpfen, zur Stabilisierung des Milchmarktes beigetragen habe. Gleichzeitig habe sich der Appell des Verbandes darauf hingerichtet, diesen Weg weiterzugehen und nicht die Diskussion um notwendige Krisenmaßnahmen wieder von vorne anzufangen.

An die zeitgleich stattfindende Sonderkonferenz der Agrarminister richtete Foldenauer den Appell: "Wir erwarten daher, dass die deutschen Agrarministerinnen und Agrarminister bei dieser Sonderagrarministerkonferenz Einigkeit zeigen und sich mit starker Stimme bei EU-Kommissar Phil Hogan für den Ausbau des Sicherheitsnetzes um zeitlich befristete, mengenbegrenzende Krisenmaßnahmen  einsetzen."

Für eine Stärkung der Position der Milchviehhalter und für den Erhalt der Vitalität der ländlichen Räume brauche es vor allem einen weitgehend ausgeglichenen Milchmarkt. Nötig sei daneben aber auch eine Verbesserung der Vertragsbedingungen und Lieferbeziehungen, beschrieb Romuald Schaber ein weiteres Handlungsfeld im Sinne der Milchviehhalter.

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