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Milchmarkt

Butterpreise nach unten korrigiert

Butter Kuh
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
08.11.2017

Nach einem monatelangen Höhenflug mit Preisverbesserungen nach oben, nahezu im 4-Wochen-Rhythmus hat es am Markt für abgepackte Butter (250 g) zu Beginn des Monats November erstmals wieder Preiskorrekturen nach unten gegeben.

Der Lebensmitteleinzelhandel hat nach den jüngsten Kontraktverhandlungen mit den Molkereien die Verbraucherpreise für das 250-Gramm-Päckchen Deutsche Markenbutter ab November von zuletzt 1,99 Euro/250 Gramm in den Monaten September und Oktober auf nunmehr nur noch 1,59 Euro abgesenkt. Damit folgen die Preise den in den letzten Wochen bei Blockbutter veröffentlichten Notierungen.

Wie ist die Entwicklung zu werten?

Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) betrachtet die aktuelle Entwicklung gelassen: "Dass es am Markt nicht immer nur nach oben gehen kann, ist leider ein unumstößlicher Fakt. Dass es durch die historisch gute Preisentwicklung in Verbindung mit der medialen Aufmerksamkeit kurzfristig auch zu einem Rückgang im Verbrauch kommen würde, ist auch keine wirkliche Überraschung."

Wichtig für den VMB ist, dass die Nachfrage nach Butter weiter hoch ist. So habe der Verbrauch von pflanzlichen Fetten von der Entwicklung bei der Butter nicht profitiert. Und durch die deutliche Zunahme des privaten Verbrauchs von Milchmischfetten mit einem Butteranteil von etwa 65 Prozent, gehe über diese Schiene zunehmend und verstärkt Butterfett in den Markt.

Damit ist trotz dieses Preisrückganges bei Butter an der in den letzten Wochen vorgenommenen Bewertung beim Butterverbrauch nicht zu rütteln. Der private Verbrauch von Milchprodukten wird wieder mehr unter dem Gesichtspunkt Genuss gesehen, bei der verarbeitenden Industrie hält man viel eher als in früheren Zeiten Abstand vor einer Substitution durch beispielsweise Palmfett.

Die aktuellen Butterpreise haben eine Laufzeit von drei Monaten auf der Basis von 5,40 Euro/kg und geben auf diesem Niveau somit auch über den kommenden Jahreswechsel hinaus ein Stück weit Planungssicherheit bis Ende Januar 2018.

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