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Molkereien

FrieslandCampina tritt mächtig auf die Bremse

Milchtankwagen
BLW
am
02.03.2017

Amersfoort - Der niederländische Molkereiriese FrieslandCampina setzt die angekündigte Milchmengensteuerung in den Niederlanden um und bittet Überlieferer kräftig zur Kasse.

Im vergangenen Herbst hatte die Genossenschaft FrieslandCampina ein befristetes Bonus-Malus-Programm zur Steuerung der Milchmenge bekannt gemacht. Betroffen sind davon nur die niederländischen Lieferantendes Unternehmens.

Seit dem 9. Januar sollen sie die Produktion nicht weiter ausdehnen.

Nach einem Bericht des Portals boerenbusiness.nl müssen nun 3715 Milchviehbetriebe, die ihre Produktion im Januar dennoch zusammen um 9,2 Mio. kg Milch über die Referenzmenge im Vergleichszeitraum ausgedehnt haben, insgesamt 2,9 Mio. Euro Abzüge vom Milchgeld verkraften.

Die Strafe beläuft sich auf 31,5 € je 100 kg Überlieferung. Auf der anderen Seite erhalten 7880 Erzeuger, die ihre Anlieferung nicht über das Vergleichsvolumen hinaus gesteigert haben, einen Bonus von 10,19 € je 100 kg nicht angelieferte Milch. Der Zuschlag wird monatlich und pro Betrieb für höchstens 10 000 kg Milch Unterlieferung ausgezahlt.

Ziel der Maßnahme ist, insgesamt eine stabile Milchanlieferung zu erreichen, um einerseits die nationalen Nährstoffauflagen für den Phosphatausstoß zu erfüllen und andererseits die Verarbeitungskapazität im Unternehmen nicht zu überschreiten. Nach derzeitigem Kenntnisstand greift die Regelung bis zum 1. März 2017.

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