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Milchmarkt

Glyphosat-Verbot für Milchlieferanten

Berchtesgadener-Land-Aufsichtsrat
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
27.10.2017

Der Aufsichtsrat der Molkerei Berchtesgadener Land hat in einer einstimmigen Entscheidung verboten, Grün- und Ackerland mit Totalherbiziden zu behandeln.

Die EU-Politik vertagt, bayerischer Mittelständler handelt - so machte die Molkerei Berchtesgadener Land sein Glyphosat-Verbot in den Milchlieferbedingungen publik.

Das Glyphosatverbot gilt ab sofort für alle 1.800 Genossenschaftsmitglieder, deren Milch in Piding verarbeitet wird. Geschäftsführer Bernhard Pointner, der gemeinsam mit dem Vorstand diese Entscheidung vorbereitet und empfohlen hat, sagte: „Es gibt in unserem Milcheinzugsgebiet keine Notwendigkeit, ein Totalherbizid einzusetzen, dessen wissenschaftliche Bewertung hinsichtlich Auswirkungen auf Mensch und Umwelt kontrovers ist.“

Mit dieser Entscheidung geht die mittelständische Molkereigenossenschaft ihren Weg, sich im Premiumsegment zu Molkereien zu fixieren. Bereits 2010 entschied man sich für gentechnikfreie Fütterung.

Die beschlossenen Regelungen werden in die Milchlieferbedingungen aufgenommen und die Einhaltung über das bestehende Qualitätsmanagement-Tool QSSM extern überwacht.

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