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Molkereien

Mehr Export bei geringerem Umsatz

pd
am
08.08.2016

Berlin - Die deutschen Molkereien errzielten ein höheres Exportvolumen, mussten beim Umsatz aber Abstriche machen.

Das Jahr 2016 startete nach Aussage von Karin Monke vom Milchindustrieverband mit denselben schwächeren Tendenzen für die deutsche Milchindustrie wie das Jahr 2015. Insbesondere das Hauptexportprodukt Käse enttäuschte zunächst und erreichte im Februar sogar einen Rückstand von 5,4 Prozent zum Vorjahr, und das bei einem bereits schwachen Ergebnis im Vorjahr (-4,3 Prozent ggü. 2014). Im Laufe der ersten fünf Monate 2016 konnte der Rückstand wieder aufgeholt werden und im Mai erreichten die Käseausfuhren wieder ein Plus von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, was einen neuen Spitzenwert für den Zeitraum Januar bis Mai darstellt.

Niedriger Milchpreis führte zu Umsatzeinbußen

Aber neben der per se guten Nachricht, bleibt nicht zu vergessen, dass die Mengenentwicklung die eine Seite der Medaille ist. Umsatzseitig dürfte die Entwicklung weit weniger positiv verlaufen und dies gilt nicht nur für den Export von Käse. Der Preisverfall an den Weltmärkten aufgrund der hohen weltweiten Milchmenge spricht für sich. So gab es beispielsweise bei einigen Käsesorten laut Außenhandel des Statistischen Bundesamtes alleine im Mai einen Mengenzuwachs von über 30 Prozent, bei gleichzeitiger Verringerung des Durchschnittspreises je Kilogramm von 20 Prozent und mehr. Bei Butter waren es 37 Prozent Mengenrückgang und 10 Prozent Wertverlust beim Durchschnittspreis je Kilogramm.

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