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Milchmarkt

Milchanlieferung Bayern: Septemberwert übertrifft Vorjahr

Milchmarkt Bayern September 2017
VMB
am
24.11.2017

Der Trend der laufenden Milchproduktion in Deutschland kann kurz zusammengefasst werden: Plus im Westen; Minus im Osten.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) erfasst über die amtliche Meldeverordnung, neben Milchpreisen und Erzeugungsmengen von Milchprodukten, auch die Milchanlieferung in Deutschland. Nun liegt die September-Auswertung, sowie die Gesamtmilchanlieferung für die ersten neun Monate vor. Der Trend der laufenden Milchproduktion in Deutschland kann kurz zusammengefasst werden: Plus im Westen; Minus im Osten.

In der Statistik der Anlieferungszahlen fallen zwei Entwicklungsverläufe sehr deutlich auf. Das Milchaufkommen in Deutschland hat seit den letzten beiden Monaten (August und September 2017) den unter dem Vorjahr liegenden Trend verlassen und verbucht nun positive Zahlen. Ursächlich für diesen Anstieg ist die westdeutsche Milchproduktion. In Ostdeutschland dagegen lag das Niveau weiter noch unter den Vorjahreswerten.

 

Höhere Zahlen im Westdeutschland

Die Milcherzeuger von konventioneller Milch in Westdeutschland, haben im August 1,3 Prozent und im Monat September 3,5 Prozent mehr Milch abgeliefert als im Vorjahr. Die Milcherzeugung im gesamten Bundesgebiet erhöhte sich im Monat August um 0,4 Prozent und im September um 2,6 Prozent. Die gesamte konventionelle Milchmenge Deutschlands ist im August auf 2,557 Milliarden Kilogramm bzw. 2,437 Milliarden Kilogramm angestiegen. In Ostdeutschland jedoch, hat sich die Milchabgabe an die Molkereien gegenüber den Vorjahreswerten von August und September um 2,9 Prozent bzw. 0,4 Prozent verringert. Die kumulierte Anlieferungsmenge Deutschlands bei konventioneller Milch ist gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 536 Millionen Kilogramm und somit um 2,3 Prozent zurückgegangen.

Die zweite auffällige Entwicklung, vor allem bei der prozentualen Berechnung, ist die Erzeugungsmenge von Biomilch. Während im ersten Halbjahr 2017 die Milchmenge knapp über dem zweistelligen Bereich lag, erhöhte sich, laut den jetzt vorliegenden Auswertungen, die Erzeugung gegenüber der vergleichbaren Vorjahresmenge, bis auf 88 Prozent. Bekanntlich ist es aber nicht eine Mehrerzeugungsmenge von landwirtschaftlichen Betrieben, sondern ein weiterer Schwung von sogenannten „Bio-Milch-Umstellern“.

In Bayern liegt die Milchmengenerhebung für den Monat September erstmals über den Vorjahresmonatswerten. Gut 11 Millionen Kilogramm Milch bzw. 1,9 Prozent wurden an konventionell erzeugter Milch mehr an die Molkereien geliefert. Ähnlich wie für Deutschland, befindet sich die summierte Jahresanlieferung Bayerns von konventioneller Milch um 2,3 Prozent unter den Vorjahrwerten.

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