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Milchmenge

Milchmarkt: 3 Cent mehr pro Liter Trinkmilch

Erzeugerpreis Milch
pd
am
05.05.2017

Bayreuth - Die aktuellen leichten Preissteigerungen bei Trinkmilch um bis zu 3 Cent sind nach Ansicht des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter BDM e.V. Folge der noch verhaltenen Milchanlieferung.

Die mit dem 2. EU-Hilfspaket verknüpfte zeitlich befristete Mengendisziplin – auf europäischer wie nationaler Ebene -  habe wesentlich dazu beigetragen, dass sich die ab dem 2. Halbjahr abzeichnende Markterholung stabilisieren konnte, so der Verband

„Angesichts der immer noch äußerst angespannten Situation auf den Milchbetrieben müssen die aktuellen Preissteigerungen sofort und unmittelbar an die Milchviehhalter weitergegeben werden“, fordert BDM-Vorsitzender Romuald Schaber. „Die bisherigen Preissteigerungen sind nur unzureichend bei den Milchviehhaltern angekommen, zunächst haben die Molkereiunternehmen einen Teil für ihre Rücklagen- und Reservenbildung einbehalten. Für die Milcherzeuger bedeutet dies seit Monaten einen Milchpreis auf einem sehr niedrigen Niveau, der die Betriebe gerade so aufrechterhält. Das ist völlig inakzeptabel. Wie das Bundeskartellamt erst vor wenigen Wochen erneut festgestellt hat, tragen die Milchviehhalter das Markt- und Preisrisiko praktisch alleine. Wer das Risiko trägt, müsste aber im Falle einer Markerholung auch umso mehr profitieren. Nur so ließen sich Preisschwankungen mit einer entsprechenden betrieblichen Vorsorge bis zu einem gewissen Grad auch eigenverantwortlich abfedern.“

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