Login
Marktindikatoren

Milchmarkt - GlobalDairyTrade-Index legt zu

Milchkannen
Kanne leer? Der GlobalDairyTrade-Index gilt als wichtiger Indikator für die Milchpreisentwicklung. Dass er wieder einen Boden gefunden hat und etwas nach oben ging, lässt für die Erzeugerpreise hoffen. © imago/geisser
von , am
07.12.2017

Nach vier Auktionen mit negativen Ergebnissen konnte am Dienstag an der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade (GDT) wieder ein leichtes Plus verzeichnet werden.

Der GDI-Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Molkereiprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, stieg um 0,4%. Die Preise tendierten aber unterschiedlich: Während sich bei Butter der Abwärtstrend fortsetzte, wurde Milchpulver gegenüber dem vorangegangenen Event höher bewertet.

 

Der stärkste Preisrückgang wurde bei Butter mit -11,1% registriert. Mitte September hatte bei diesem Produkt der GDT-Index einen Höchstwert von 6.026 USD/t erreicht, seither gaben die Kurse deutlich nach und hielten gestern im Schnitt bei 4.575 USD/t. Auch die Preise für wasserfreies Milchfett (Butteröl) gaben bei der gestrigen Auktion gegenüber dem vorhergehenden GDT-Event nach, allerdings nur um 0,6% auf 6.836 USD/t. Der Index für Cheddar-Käse sank um 3,9% auf 3.696 USD/t. Gleichzeitig konnte die Notierung für Buttermilchpulver um 4,3% auf 1.957 USD/t zulegen.

Bemerkenswert war die Entwicklung im Pulverbereich: Vollmilchpulver, das Leitprodukt bei dieser Auktion mit einem Anteil von über 50%, konnte den Anfang Oktober einsetzenden Negativtrend unterbrechen und verzeichnete ein Plus von 1,7% auf 2.830 USD/t. Auch Magermilchpulver, dessen Notierungen bei dieser Auktion seit Juli kontinuierlich sinken, konnte gestern wieder zulegen, und zwar um 4,7% auf 1.774 USD/t.

Geringeres Angebot wirkte sich aus

Insgesamt wurden bei diesem Event Molkereiprodukte im Umfang von 29.514 t gehandelt und damit deutlich weniger als bei der vorhergehenden Auktion (35.042 t). Die Zahl der teilnehmenden Bieter blieb mit 160 gleich.

Das geringere Angebot dürfte nach Ansicht mehrerer Analysten auch der Hauptgrund für die insgesamt positive Preistendenz bei der jüngsten GDT-Auktion gewesen sein. Amy Castleton, Expertin des neuseeländischen Marktbeobachters AgriHQ, verweist darauf, dass diesmal um 20% weniger Vollmilchpulver offeriert wurde. Dagegen sei der Preisrückgang bei Butter etwas höher als erwartet ausgefallen, wird betont.

Auch interessant