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Rohstoffwert Milch

Milchpreis - Fettwert zieht weiter an

Erzeugerpreis Milch
ife Institut für Ernährungswirtschaft
am
17.05.2017

Kiel - Der Rohstoffwert Milch hat im April leicht verloren. Er sank um 0,3 Ct. pro Kilogramm. Maßgeblich hierfür war vor allem Erlös für Magermilchpulver.

Der Erlös für Butter stieg im April um respektable 9,1 ct pro kg gegenüber März von 410,5 auf 419,6 ct pro kg. Unterm Strich konnte diese Zunahme den Rohstoffwert Milch aber nicht nach oben treiben, weil die Eiweißfraktion weiter verloren hat. Der Erlös für Magermilch sank von 177,0 auf 169,2 Ct. pro kg. Das macht 7,8 Ct. pro kg aus. In der gewichteten Summe bleibt ein Minus von 0,3 Ct. pro kg. Der Rohstoffwert Milch frei Rampe betrug im April 31,2 ct pro kg gegenüber 31,5 ct pro kg im März. Der Rohstoffwert Milch frei Hof sank von 30,1 ct pro kg im März auf 29,8 ct pro kg im April.

Zum Kieler Rohstoffwert Milch

Der Kieler Rohstoffwert Milch (oder auch ife Rohstoffwert Milch) ist ein Frühindikator für die Preisentwicklungen auf den Milchmarkt der Bundesrepublik Deutschland. Er gilt für eine Standardmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß, ab Hof des Milcherzeugers, ohne Mehrwertsteuer, d.h. durchschnittliche Erfassungskosten vom Milcherzeuger bis zur Molkerei in Höhe von 1,4 Cent je kg Milch sind berücksichtigt. Berechnungsbasis sind die Bruttoerlöse abgeleitet aus den durchschnittlichen Marktpreisen der Notierungsbörse in Kempten für Butter (geformt und lose) sowie für Magermilchpulver (Lebensmittel- und Futtermittelqualität), ohne Berücksichtigung langfristiger Kontrakte.

Der Rohstoffwert Milch gibt nicht den Milchauszahlungspreis einer bestimmten Molkerei an, da er nur Erlöse aus Butter und Magermilchpulver zugrunde legt, keine Vertragslaufzeiten zwischen Weiterverarbeitung, Handel und Molkereien berücksichtigt und nur das gewählte Erlös-, Kosten- und Mengenszenario den Wert für den Rohstoff Milch ermittelt.

Der Kieler Rohstoffwert Milch wird einmal monatlich veröffentlicht.

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