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Intertmationaler Milchmarkt

Milchpreis - GlobalDairyTrade-Index nahezu unverändert

aiz
am
22.10.2018

Nach vier Auktionen mit insgesamt rückläufigen Preisen konnten sich die Notierungen an der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade letzte Woche nahezu stabilisieren.

Südbayerische Molkereien

Konkret verringerte sich der GDT-Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Molkereiprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, nur mehr um 0,3%. Dabei tendierten die Kurse für die gehandelten Milcherzeugnisse unterschiedlich. Butter und Butteröl sowie Laktose wurden höher bewertet, die anderen Produkte lagen unter dem Ergebnis der letzten Ausschreibung. Der GDT-Index gilt als wichtiger Indikator für die Preisentwicklung am Weltmilchmarkt.

Bei der jüngsten GDT-Auktion konnte der Index für wasserfreies Milchfett (AMF) um 1% steigen und lag im Mittel bei 5.106 USD/t. Die Butter-Notierungen konnten erstmals seit Juni 2018 wieder zulegen, und zwar um 2,4% auf durchschnittlich 4.114 USD/t. Der Index für Laktose stieg im Durchschnitt der Kontrakte um 1,5% auf 926 USD/t.

Gleichzeitig gaben die Preise für Cheddar-Käse um 1,8% auf durchschnittlich 3.404 USD/t nach und jene für Kasein um 1,7% auf 5.426 USD/t. Während der Index für Magermilchpulver im Mittel unverändert bei 1.977 USD/t blieb, gaben die Kurse für Vollmilchpulver um 0,9% nach, im Mittel wurden 2.729 USD/t erzielt. Der GDT-Index für Vollmilchpulver ist sein Juli 2018 rückläufig, dieses Produkt stellt mehr als die Hälfte des gesamten GDT-Handelsvolumens dar.

Die Analysten führen das jüngste GDT-Ergebnis vor allem auf das große Angebot an Milchpulver und auf das globale Wachstum bei der Milcherzeugung - vor allem in Neuseeland - zurück. Dem aktuellen Angebot stehe aber nach wie vor eine stabile Nachfrage, insbesondere in Asien, gegenüber, wird betont.

In Summe wurden beim jüngsten GDT-Event Molkereiprodukte im Umfang von 41.945 t verkauft, damit war die Menge annähernd so hoch wie bei der vorhergehenden Auktion. Die Zahl der teilnehmenden Bieter stieg von 170 auf 183. (Schluss) kam

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