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Moskau: Deutliche Ausweitung der Getreideproduktion geplant

Getreidelager
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Karola Meeder, Wochenblatt
am
22.08.2019

Die Getreideerzeugung soll bis 2035 im Vergleich zu 2018 um bis zu 33 % ausgedehnt werden.

Die russische Getreideproduktion soll nach den Plänen des Moskauer Landwirtschaftsministeriums in den kommenden 15 Jahren aus eigener Kraft kräftig wachsen. Dies geht aus einem Strategiepapier hervor. Demnach soll die Getreideproduktion der Russischen Föderation bis 2035 im Vergleich zu 2018 um bis zu 33 % auf 150,3 Mio t ausgeweitet werden. Dieser Menge dürfte dann ein geschätzter Verbrauch von 86,6 Mio t Getreide gegenüberstehen, so dass Exporte von bis zu 63,6 Mio t möglich wären. Damit würde der 2017/18 erreichte Ausfuhrrekord Russlands, der sich nach Angaben des Internationalen Getreiderats (IGC) auf 53 Mio t Getreide belief, deutlich übertroffen.

Knapp 60 Mrd. Euro nötig

Die für die Erhöhung der Getreideproduktion erforderlichen Investitionen beziffern die Moskauer Beamten auf insgesamt 3 400 Mrd Rbl (58,8 Mrd Euro). Davon:

  • 3 300 Mrd Rbl (57,1 Mrd Euro) für den Kauf von Traktoren und Mähdreschern,
  • weitere 81 Mrd Rbl (1,4 Mrd Euro) für die Erschließung neuer Anbauflächen
  • und 10,9 Mrd Rbl (189 Mio Euro) für den Kauf von Ackerland.
  • Außerdem seien Investitionen von etwa 709 Mrd Rbl (12,3 Mrd Euro) zur Schaffung und Modernisierung der Kapazitäten der Getreide-und Futtermittelindustrie vonnöten.
  • Die Investitionen in die Entwicklung der Infrastruktur werden auf 281 Mrd Rbl (4,9 Mrd Euro) angesetzt.
  • Außerdem dürften rund 12,5 Mrd Rbl (216 Mio Euro) für die wissenschaftliche und technische Unterstützung des ehrgeizigen Plans anfallen.

Der Vizepräsident der Russischen Getreideunion (RZS), Alexander Korbut, kritisierte, dass die neue Strategie keine staatliche Unterstützung der Getreideerzeuger vorsehe. Die Betriebe müssten selbst investieren.

Mit Material von AgE
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