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Konkurrenz für Discounter

Lebensmittelhandel: Amazon erwirbt Filialen

Lebensmittel-Onlinehandel
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
20.06.2017

Luxemburg - Der Onlinehändler Amazon steigt in den USA in den Filialhandel mit Lebensmitteln ein. Für 13,7 Milliarden Dollar hat er die Biokette Whole Foods Market übernommen.

Eigentlich ist Amazon im Onlinehandel zuhause und dort mit Abstand die weltweite Nummer 1. Jetzt hat sich der Handelsriese ein neues Feld vorgenommen: den Handel mit Lebensmitteln. In Deutschland ist er unter der Marke AmazonFresh aktiv. In Berlin und Potsdam können Kunden ihren kompletten Wocheneinkauf online erledigen und dabei aus über 100.000 Produkten wählen – darunter frische Lebensmitteln.

Neben frischem Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch, Milch- und Kühlprodukten sowie frischen Backwaren bietet AmazonFresh rund 6.000 Bio-Produkte, eine große Auswahl an glutenfreien, laktosefreien oder veganen Artikeln, ein umfangreiches Sortiment an Baby-, Gesundheits- und Kosmetik-Artikeln sowie Tierbedarf. In der eigenen Frischetheke werden internationale Wurst- und Käsespezialitäten frisch aufgeschnitten – Kunden können bei der Bestellung selbst bestimmen, ob sie ihren Aufschnitt hauchdünn, dünn oder etwas dicker erhalten wollen. Brot und weitere Backwaren werden frisch im Ofen gebacken. Unter den über 100.000 Artikeln sind Produkte bekannter Marken wie Coca-Cola, Herta, Vitalis oder Magnum und Eigenmarken-Produkte von tegut.

In den USA ist Amazon  nun einen Schritt weiter gegangen und hat ein Filialnetz einer Biohandelskette erworben. Damit verabschiedet sich das Unternehmen vom reinen Onlinehandel und steigt in den Vor-Ort-verkauf ein. Damit setzt das Unternehmen den Lebensmittelhandel weiter unter Druck. Die Discounter in Deutschland sind alarmiert und wollen nun ihrerseits den Onlinehandel mit Lebensmittel vorantreiben.

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