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Märkte

OECD und FAO erwarten bis 2024 Preisrückgang bei Agrarrohstoffen

von , am
03.07.2015

<b>Paris</b> - Ausblick geht von mäßigerer Nachfragesteigerung und höherer Produktivität aus.

© Falk Blümel / pixelio.de
Hohe Erträge, eine gesteigerte Produktivität sowie ein langsameres Wachstum der globalen Nachfrage werden in den kommenden zehn Jahren zu einem allmählichen Rückgang der realen Preise für Agrarprodukte führen, die wahrscheinlich aber dennoch über dem Niveau in den frühen 2000er-Jahre liegen. Zu diesem Schluss kommt der jüngste Landwirtschaftsausblick 2015 bis 2024 von OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen).
Auch die niedrigeren Ölpreise würden dazu beitragen, die Lebensmittelpreise zu senken, da weniger für Energie und Düngemittel ausgegeben werden muss und die Produktion von Biokraftstoffen der ersten Generation an Attraktivität verliert.
Dem Ausblick zufolge wird der Agrarhandel langsamer als in den vergangenen zehn Jahren zulegen - der Anteil an der weltweiten Produktion und dem Konsum allerdings stabil bleiben. Auch eine weitere Konzentration der Agrarrohstoffexporte aus wenigen Ländern sowie die Verteilung der Importe auf eine immer größere Anzahl von Staaten machten die Prognosen aus. Die wachsende Rolle einer relativ kleinen Gruppe von Ländern für die Versorgung globaler Märkte mit wichtigen Rohstoffen könnte das Marktrisiko allerdings erhöhen, so der Bericht. (aiz)
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