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Erneuerbare Energien

Rapsöl bleibt wichtigster Biodieselrohstoff

Biodiesel
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Karola Meeder, Wochenblatt
am
04.12.2018

In der Europäischen Union ist Rapsöl nach wie vor die wichtigste Rohstoffquelle für die Biodieselproduktion - doch die Konkurrenz für den heimischen Rohstoff steigt.

Das geringere Angebot des Rohstoffs und die höheren Preise haben aber den Anteil des Rapsöls leicht sinken lassen - und zwar von 48% in 2016 auf 44% in 2017%. Die wachsende Konkurrenz billiger Rohstoffe aus Übersee bei gleichzeitig knappem und damit teurem Rapsöl drosselte die Chancen für die heimische Ölsaat, erklärt Ufop in einer aktuellen Pressemitteilung. Demnach sei der Anteil an Biodiesel und hydriertem Pflanzenöl (HVO) aus Südostasien an der EU-Biodieselerzeugung (einschließlich HVO) auf 29 % angewachsen. %. In Ländern wie Italien, Spanien und den Niederlanden ist importiertes Palmöl Rohstoff Nr. 1 zur Biodieselherstellung, in Deutschland und Frankreich ist es Rapsöl. Die Verwendung von Altspeisefetten hat demgegenüber nur noch marginal zugenommen, obgleich die Politik dessen Einsatz besonders fördert. Biokraftstoffe aus Abfall- und Reststoffen werden, mit Ausnahme von Deutschland, doppelt auf nationale Quotenverpflichtungen (energetisch) angerechnet, um den für alle Mitgliedsstaaten verbindlichen Anteil erneuerbarer Energien im Transportsektor bis 2020 auf 10 % zu erhöhen.

Biodiesel Rohstoffe

Vor dem Hintergrund der vom Europäischen Parlament und Rat kürzlich bestätigten  Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie fordert Ufop, dass in dem von der EU-Kommission bis zum 1. Februar 2019 vorzulegenden delegierten Rechtsakt zwingend das Auslaufen der Verwendung von Palmöl als Rohstoff zu verankern ist. Der Verband erinnert nachdrücklich an diesen im Rahmen des Trilog-Verfahrens mit dem Europäischen Parlament erzielten Kompromiss. Das Europäische Parlament hatte im April 2017 in seiner Entschließung das Verbot beschlossen, das im Trilog nicht durchsetzbar war.

Die UFOP betont die strategische Bedeutung des Biokraftstoffmarktes für den europäischen Rapsanbau, insbesondere für eine nachhaltige Fruchtfolgegestaltung. Etwa 6 Mio. t nachhaltig zertifizierter Biodiesel leisten nicht nur einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz im Verkehr. Das dabei anfallende gentechnikfreie Rapsschrot von ca. 9 Mio. t reduziere im gleichen Maße den Import von GVO-Soja und den hierfür andernfalls erforderlich Flächenbedarf.

Mit Material von UFOP
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