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Fleischerzeugung

2015 neuen Rekordwert verzeichnet

aiz
am
18.02.2016

Wiesbaden - Die gewerblichen Schlachtunternehmen Deutschlands haben 2015 einen neuen Höchstwert bei der Fleischerzeugung erzielt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis, www.destatis.de) mitteilt, stieg diese gegenüber dem Jahr davor um 25.300 t oder 0,3% auf insgesamt 8,22 Mio. t. Damit wurde auch das bisher höchste Produktionsergebnis der gewerblich erzeugten Gesamtschlachtmenge aus dem Jahr 2011 (8,20 Mio. t) übertroffen.

Mit insgesamt 59,3 Mio. Schweinen im Jahr 2015 erhöhten sich die Schlachtungen gegenüber dem Vorjahr um 0,8% oder 477.900 Tiere. Die Zunahme ist allein auf die heimische Produktion zurückzuführen. Das Schlachtaufkommen an Schweinen inländischer Herkunft stieg um 582.900 (+1,1%) auf 55 Mio. Tiere. Die Zahl der Schlachtungen importierter Schweine, die in deutschen Betrieben geschlachtet wurden, reduzierte sich dagegen im gleichen Zeitraum um 105.000 (-2,4%) auf 4,3 Mio. Die Schweinefleischerzeugung insgesamt stieg zwar gegenüber 2014 um 0,8% (+43.800 t) auf 5,56 Mio. t, verfehlte jedoch knapp den Höchststand des Jahres 2011 (5,60 Mio. t).

Schlachtzahlen bei Rindern leicht gesunken

Die Zahl an Schlachtrindern, die in gewerblichen Unternehmen geschlachtet wurden, verringerte sich gegenüber 2014 um 1,5% (-55.100 Stück) auf insgesamt 3,5 Mio. Aufgrund eines höheren durchschnittlichen Schlachtgewichts der Rinder (+2,15 kg) sank die erzeugte Schlachtmenge nur um 0,9% (-9.900 t) auf 1,1 Mio. t.

Trendumkehr bei Geflügelschlachtungen nach zehn Jahren

Entgegen der seit 2006 dynamischen Entwicklung der Geflügelfleischproduktion gab es 2015 erstmals einen leichten Produktionsrückgang um 0,6% oder 8.900 t auf 1,52 Mio. t. Von den Einbußen waren alle Geflügelarten betroffen.

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