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Rindfleischmarkt

EU-Rindfleischproduktion wird nach 2017 sinken

aiz
am
14.12.2016

Brüssel - Eine Prognose geht davon aus, dass ab dem Jahr 2018 ein schrittweiser Rückgang der Rindfleischerzeugung einsetzen wird. Bs zum Ende des Prognosezeitraumes (2026) soll die Bruttoerzeugung bei etwa 7,5 Mio. t liegen, so die EU-Kommission.

Die Rindfleischproduktion wird heuer in der EU voraussichtlich um 3% auf rund 8,15 Mio. t zulegen und im kommenden Jahr in etwa auf diesem Niveau stabil bleiben. Dies stellt die EU-Kommission in ihrer vor Kurzem veröffentlichten Marktprognose ("Medium-term prospects for EU agricultural markets and income 2016 bis 2026") fest. Als Hauptgründe für diese Entwicklung nennt die Brüsseler Behörde die relativ hohen Schlachtzahlen bei Milchkühen (auch aufgrund der schlechten Erzeugerpreise) sowie die Anpassung der Rinderherden an die neuen Rahmenbedingungen der GAP-Reform. Ab dem Jahr 2018 dürfte dann ein schrittweiser Rückgang der Rindfleischerzeugung einsetzen, bis zum Ende des Prognosezeitraumes (2026) soll die Bruttoerzeugung bei etwa 7,5 Mio. t liegen, so die Kommission. In den neuen EU-Mitgliedsländern werde zwar die Mutterkuhherde in den kommenden zehn Jahren vergrößert, dies könne allerdings die Verringerung der Milchkuhbestände nicht kompensieren.

Die rückläufige EU-Produktion geht laut Kommission einher mit einem abnehmenden Rindfleischkonsum. Der Pro-Kopf-Verbrauch nahm in der Union zwischen 2013 und 2016 von 10,4 auf 10,9 kg zu und dürfte im kommenden Jahr auf diesem Niveau verharren. Danach soll es laut der Kommissions-Prognose zu einem kontinuierlichen Rückgang kommen, 2026 wird ein Konsum von 10,2 kg erwartet. Dabei wird mit großen Unterschieden zwischen den Mitgliedsländern gerechnet: Während in der EU15 ein Pro-Kopf-Verbrauch von 11,8 kg erwartet wird, soll dieser in den neuen Beitrittsländern (EU13) im Mittel nur 3,7 kg betragen.

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