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Schlachtaufkommen

Rinderschlachtungen - verlässlicher Partner für alle

Schlachthof
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Max Riesberg, Wochenblatt
am
13.09.2018

Regionale Wertschöpfung und Nischenprodukte scheinen derzeit das Allheilmittel für wirtschaftliche Schieflagen in der Landwirtschaft zu sein.

Max Riesberg

Und natürlich spricht nichts dagegen, den Gedanken der transparenten Produktion vor der eigenen Haustür, am besten mit enger Bindung zum Kunden, weiter voranzutreiben. Doch in Zeiten extrem schwankender Erlöse auf Erzeugerseite, oft mit kaum nachvollziehbaren oder dann eher doch politisch forcierten Gründen, hilft es nichts, nur an ein paar „Auserkorene“ in den Nischen zu denken. Es braucht verlässliche Partner für alle Produzenten in der Veredelung und im Lebensmitteleinzelhandel. Die müssen auch dann noch zum Großteil der konventionellen Landwirte stehen, wenn diese wieder mal von irgendeiner Krise gebeutelt werden – und zwar zu fairen Konditionen.

Die Dürre mit der daraus resultierenden Futterknappheit treibt Vielen Sorgenfalten auf die Stirn. Die Preise für Schlachtvieh sind eingebrochen. Ganz klar: Wenn man nichts zum Fressen für die Tiere hat, braucht man auch keine Mastplätze füllen. Teils haben auch die Schlachthöfe keine Tiere mehr angenommen, denn der Markt ist im wahrsten Sinne des Wortes „übersättigt“.

Gut, wenn es da einen Schlachthof wie den neuen in Waldkraiburg gibt, der als Fels in der Brandung dasteht und sich rüstet für die kommenden, wirtschaftlich sicher nicht einfachen Zeiten. Außerdem hat man hier in Sachen Öffentlichkeitsarbeit natürlich ganz andere Trümpfe im Ärmel. Diese Aufgabe wird immer wichtiger. Wenn Werbekampagnen, ob für Premiumsteaks oder Hackfleisch, dann auch noch vom Deutschen Tierschutzbund mit „Brief und Siegel“ bekräftigt werden, was will man mehr? Tierwohl vom Geburtsstrick bis zum Fleischerhaken lückenlos nachvollziehbar, mehr geht nicht. Jetzt sind die Kunden dran!

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