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Fleischmarkt

Trockenheit bringt Kuhpreise zu Fall

Marktberichtsstelle des Bayerischen Bauernverbandes
am
09.08.2018

Im Juli hatte sich der Schlachtkuhmarkt in Deutschland drastisch gedreht.

Schlachtkuhpreise

Hitze und Trockenheit sorgte vor allem in Nord- und Ostdeutschland für eine zunehmende Futterknappheit. Rinderhalter selektierten daraufhin stärker die Milchviehherden aus, was ein erhöhtes Aufkommen zur Folge hatte. Die Kuhschlachtungen stiegen im Juli in Niedersachsen um 22 %, in Nordrhein-Westfalen (NRW) 29 % und im Bundesmittel waren es 18 % mehr Schlachtkühe als im Vormonat. Im Vergleich Juli 2018 zu Juli 2017 fallen die Schlachtungen im Niedersachsen gut 40 %, und NRW 30 % höher aus. In Bayern war nur ein Anstieg von 10 % festzustellen. Die Schlachtkuhpreise gerieten unter heftigen Preisdruck. Für eine O3 Kuh wurde in Niedersachsen im Juli durchschnittlich 20 ct/kg und in NRW 18 ct/kg weniger bezahlt. In Baden-Württemberg kosteten Kühe (HKL O3) bisher 11 ct/kg und in Bayern nur 8 ct/kg weniger als im Juni. Eine Entspannung der Marktsituation wird vorerst nicht erwartet.

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