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Tierwohl

Initiative Tierwohl sieht sich auf richtigem Weg

pd
am
18.01.2016

Bonn/Berlin - Die Initiative Tierwohl geht von einem erfolgreichen Startjahr aus.

© Initiative Tierwohl

Mit der Aufnahme von rund 2.000 schweinehaltenden Landwirten wären die Tierwohl-Maßnahmen bereits im ersten Jahr gut 12 Millionen Schweinen zugute gekommen. Darüber hinaus hätten jährlich rund 255 Millionen Hähnchen und Puten in knapp 900 Betrieben von den umgesetzten Maßnahmen profitiert. Damit hätte die im Januar 2015 gestartete Initiative bereits im ersten Jahr wichtige Erfolge erzielt und erste Meilensteine auf dem Weg zur flächendeckenden Etablierung von mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung erreicht.

Die Initiative Tierwohl ist ein Bündnis von Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels, der Fleischwirtschaft und der Landwirtschaft, die sich gemeinsam und auf breiter Ebene für eine tiergerechtere und nachhaltigere Fleischerzeugung engagieren.

Mehrere Hundert Betriebe rücken von der Warteliste nach

Die Umsetzung der Tierwohl-Kriterien in den zugelassenen Betrieben wird von den teilnehmenden Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels honoriert. Diese leisten seit dem Start des Bündnisses am 1. Januar 2015 pro verkauftem Kilogramm frischen oder verarbeiteten Schweine-, Hähnchen- und Putenfleischs ein Entgelt von vier Cent an die Initiative Tierwohl. Bereits im Startjahr führte der Handel so rund 85 Millionen Euro an die Initiative Tierwohl ab.

Die Initiative Tierwohl konnte 2015 mit der Wasgau Produktions & Handels AG ein weiteres Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels als Partner gewinnen und so das zur Verfügung stehende Budget erhöhen. Die Initiative ist optimistisch, im Jahr 2016 weitere Partner gewinnen zu können. Erste geflügel- und schweinehaltende Betriebe von der Warteliste werden 2016 teilnehmen können. Die dafür benötigten Mittel stammen unter anderem von neuen Partnern und frei werdendem Budget, das für Betriebe reserviert war, die die Audits nicht bestanden haben.

Auch im Jahr 2016 werden Gespräche mit weiteren Handelsunternehmen sowie Unternehmen anderer Branchen fortgeführt, wie beispielsweise der Systemgastronomie und dem Fleischerhandwerk.

Zukünftige Entwicklungen der Initiative Tierwohl

Die Teilnehmer aus Lebensmitteleinzelhandel, Fleischwirtschaft und Landwirtschaft haben sich für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit im Rahmen der Initiative Tierwohl bis 2021 und darüber hinaus ausgesprochen. Ein Modell zur weiteren inhaltlichen und finanziellen Ausgestaltung wird derzeit erarbeitet. Dieses Modell beinhaltet unter anderem die zentrale Erfassung und Auswertung der Schlachtbefunddaten, die Weiterentwicklung der Anforderungen und die schrittweise Zulassung weiterer interessierter Tierhalter.

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