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Schlachtunternehmen

Schweinepreise - ISN beklagt Pakt der Großen

Schlachthälften
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
18.06.2018

Die Schlachtunternehmen Tönnies, Vion, Westfleisch und Danish Crown hätten eine Einheit gebildet und zahlten einhellig einen Hauspreis von 1,44 €.

Immer wieder gab es nach Angaben der ISN im laufenden Kalenderjahr Uneinigkeiten in Zusammenhang mit den Auszahlungspreisen für Schlachtschweine. Auf der einen Seite stand ein übersichtliches Lebendangebot mit überschaubaren Stückzahlen und auf der anderen Seite ein Fleischgeschäft, das hinter den Erwartungen zurückblieb.

In der vergangenen Schlachtwoche hätten dann die Schlachtunternehmen Tönnies, Vion, Westfleisch und Danish Crown zuletzt eine Einheit gebildet und einhellig einen Hauspreis von 1,44 € gezahlt, während die Notierung bei 1,47 € festgestellt worden war. Tönnies habe vorgelegt und die anderen hätten nachgezogen. Die Unternehmen vereinigen mehr als 60 Prozent des Schlachtmarktes.

Die geballte Macht der Abnehmer - so die Klage der ISN - steht  unzähligen Einzelunternehmen gegenüber. Die Notierung für Schlachtschweine sei unter diesen Umständen nicht zu halten gewesen und hätten auf das Ausgangsniveau von 1,44 € nachgegeben. Aus Erzeugersicht sei das völlig unverständlich.

Vermarkter suchen Schlachtschweine

Parallel hätten bei den Erzeugern die Telefone geklingelt, da die Vermarkter nach Partien schlachtreifer Schweine suchten, was sich auch im Auktionsergebnis von Freitag gezeigt hätte. Die amtlichen Schlachtzahlen würden die unterdurchschnittlichen Stückzahlen bei rückläufigen Schlachtgewichten belegen.

Zudem erreichte die ISN die Erfolgsmeldung zur Öffnung des mexikanischen Marktes für deutsches Schweinefleisch, die erste Lieferung aus dem Hause Tönnies sei bereits unterwegs. "Wie passt das mit Hauspreisen zusammen?" so die Frage der ISN.

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