Login
Handel

Vorerst keine US-Zölle auf mexikanische Produkte

Symbolbild: Flaggen von USA und Mexiko
Thumbnail
Karola Meeder, Wochenblatt
am
11.06.2019

6000 Soldaten gegen die eigenen Landsleute und "umfangreiche Mengen" aus den USA importieren - Mexiko musste einige Zugeständnisse machen.

Mexiko wird nach einer Vereinbarung vom vergangenen Freitag bisher noch nie dagewesene Schritte unternehmen, um die illegale Einwanderung in die USA zu dämpfen - das hat US-Außenminister Mike Pompeo in Washington erklärt. Unter anderem sollen 6 000 mexikanische Nationalgardisten die Südgrenzen des eigenen Landes vor illegalen Grenzübertritten aus Mittelamerika schützen. Darum werde die USA vorerst auf Einfuhrzölle auf mexikanische Waren verzichten. Laut US-Präsident Donald Trump wird Mexiko außerdem „umfangreiche Mengen“ an landwirtschaftlichen Produkten aus den Vereinigten Staaten importieren.

Zum Hintergrund

Die USA hatten Mexiko angedroht, ab dem 10. Juni Zölle von 5 % auf sämtliche Einfuhren zu erheben, wenn es keine wirksamen Maßnahmen gegen illegale Einwanderer ergreift. Der Zollsatz sollte allmählich erhöht werden, „bis das Problem der illegalen Einwanderung behoben ist“, twitterte Trump. Vorgesehen war, die Zollsätze monatlich um jeweils 5 Prozentpunkte bis auf 25 % im Oktober 2019 anzuheben.

Die US-Zölle würden den Agrarhandel zwischen beiden Nachbarländern empfindlich treffen. Die Vereinigten Staaten waren 2017 Mexikos wichtigster Agrarhandelspartner mit einem Exporterlös von rund 25,5 Mrd $ (22,6 Mrd Euro); das entsprach 78 % des Warenwerts der gesamten mexikanischen Ausfuhren an landwirtschaftlichen Produkten.

Mit Material von AgE
Auch interessant