Seuchengefahr Arikanische Schweinepest: Landkreise geben Warnmeldung heraus

Wildschwein mit Frischlingen © imago/blickwinkel Bild vergrößern
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Schwandorf/Cham/Freyung-Grafenau - Mit dem Ausbruch der Seuche in Tschechien ist die Erreger näher an Bayern herangerückt. Drei ostbayerische Landkreise raten deshalb zu Vorsichtsmaßnahmen, um das weitere Ausbreiten zu verhindern.

In Tschechien ist die Afrikanische Schweinepest an Wildschweinen ca. 250 km südöstlich von Prag festgestellt worden. Damit ist diese Krankheit deutlich näher an Bayern herangerückt. Die Veterinärämter in den Landkreisen Schwandorf, Cham und Freyung-Grafenau haben deshalb eine Warnung vor der Seuche herausgegeben. Landwirte, Jäger, Viehhändler und Transporteure sollten eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen beachten, um das Risiko einer Einschleppung nach Deutschland zu minimieren.

Jäger sollen alle krank erlegten oder verendeten Wildschweine, auch schon stark in Verwesung übergegangene Tierkörper, dem Veterinäramt melden, damit eine Untersuchung erfolgen kann. In der Regel sprechen kranke Tiere unüblich an, was einen Verdacht begründen kann.

Es ist wichtig, die Hygieneregeln konsequent zu beachten. Schweinehalter sollten jeglichen Kontakt zwischen Wildschweinen und Hausschweinebeständen vermeiden. Das gilt auch für den indirekten Kontakt über Gegenstände. Bei der Wildschweinjagd ist Hygiene hinsichtlich des Aufbruchmaterials wichtig. Evtl. sind Desinfektionsmaßnahmen durchzuführen. Bei Jagdaufenthalten im Ausland ist Vorsicht geboten, da eine Verschleppung der Krankheit auch über Jagdtrophäen, Schwarzwildprodukte oder Kleidungsstücke denkbar ist.

Alles, was mit der Jagd zu tun hat, hat im Schweinestall nichts zu suchen. Das gilt für Tierkörperteile genauso wie für Jagdhunde und Jagdkleidung. Speise- und Küchenabfälle sollen nicht verfüttert werden. Vorsicht ist auch geboten, wenn Arbeitskräfte oder Fahrzeugverkehr mit Verbindung nach Osteuropa auf dem Hof sind.

Auch Viehhändler und Transporteure mit Kontakt zu Schweinebeständen sollen Hygienemaßnahmen beachten. Fahrzeuge sind regelmäßig nach Vorschrift zu reinigen und zu desinfizieren. Tierbestände sollten möglichst nicht betreten werden.

Für nähere Auskünfte stehen die Veterinärämter unter folgenden Telefonnummern zur Verfügung:

  • Schwandorf: 09431 471-236,
  • Cham: 09971/78-224
  • Freyung-Grafenau: 08551/57-380