Gerichtsurteil Bauern sind kein Freiwild

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Kameraaufnahme © imago/Chromorange Bild vergrößern
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Pfaffenhofen a. d. Ilm/Obb. - „Die Persönlichkeitsrechte von Bauernfamilien stehen immer noch höher als die vermeintlichen Interessen der Allgemeinheit am Skandal“, erklärt Michael Fauck, Jurist beim Bayerischen Bauernverband in München.

Fauck bewertet damit die gerichtlichen Entscheidungen zu einer Videosequenz in den sozialen Medien, die einen Landwirt aus dem Landkreis Pfaffenhofen an den Pranger gestellt hat. "Auch Selbstjustiz beziehungsweise der Aufruf dazu, würden von der Justiz nicht geduldet", so Fauck weiter.

Die einstweiligen Verfügungen gegen Peta und Animal Peace, die sich selbst als Tierrechtsorganisationen bezeichnen, haben inzwischen dauerhaft Bestand. Mit diesen Verfügungen war erwirkt worden, dass das Video und die Kontaktdaten des Landwirts gelöscht werden mussten.

Auch der Urheber der Filmaufnahmen hat inzwischen einen Unterlassungsanspruch anerkannt. Er muss nun dafür sorgen, dass von seinem Grundstück aus keine Filmaufnahmen mehr auf das Grundstück des klagenden Landwirts gemacht werden.

Ob der Einsatz des Stockes bei dem Tier im Klauenpflegestand tierschutzrechtlich relevant ist, das ist noch nicht endgültig geklärt.