Regionalität Einladung an die Kost.Bar

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Hohenems/Vorarlberg - Information und Austausch: Bäuerinnenorganisation, Landwirtschaftskammer, das Ländliche Fortbildungsinstitut und weitere Organisationen luden an die Kost.Bar ein.

Zu einem Informations- und Vernetzungstreffen unter dem Motto „Lebensmittel sind kostbar“ haben Bäuerinnenorganisation, Landwirtschaftskammer, das Ländliche Fortbildungsinstitut und weitere Organisationen bereits zum fünften Mal eingeladen. Landes- und Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann ortet einerseits ständigen Nahrungsmittelüberfluss in den Supermärkten, der dem Konsumenten die Auswahl hinsichtlich gesunder Lebensmittel erschwert. Auf der anderen Seite kommen immer wieder neue Ernährungstrends, vor allem, wenn es um die Verträglichkeit bzw. Bekömmlichkeit geht. Viele Menschen sind dadurch verunsichert und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Die Salzburger Ernährungswissenschaftlerin Dr. Karin Buchert gab in ihrem Vortrag über die Auswirkungen der Ernährungstrends auf die Bekömmlichkeit der Lebensmittel viele gute Tipps.

Praktikantin Rebecca Vögel hat mit Vorarlberger Bäuerinnen ein Experiment gestartet, bei dem sich die teilnehmenden Familien ein Jahr lang möglichst nur von regionalen Produkten ernähren. Dabei erkannten die Bäuerinnen die kurzen Transportwege, den Bezug und direkten Kontakt zum Bauern sowie das Sich-Gedanken-machen über die Herkunft und Produktionsweise eindeutig als Vorteile.

Agathe und Karl Lingenhel lieferten ein attraktives Buffet mit regionalen Kostproben aus eigener Herstellung. Der Biohof mit Milchviehhaltung und Kälbermast erzeugt neben Milchprodukten auch Marmeladen, Chutneys oder Fruchtliköre und Schnäpse aus alten Obstsorten. Im neuen Hofladen werden eigene Produkte mit denen anderer Biobetriebe ergänzt. Die sogenannte Erlebnisküche bietet Raum für begleitete und unbegleitete Koch- und andere Zubereitungskurse. Daneben steht ein Seminarraum für verschiedenste Zwecke zur Verfügung. Die Familie beteiligt sich auch am Programm „Schule am Bauernhof“ und bietet den Schulklassen je nach Jahreszeit verschiedene Themen von Kräutern über Naturkosmetik, Milch, Bienen oder Apfel an.

Selbst das neue Schulprojekt „Wie kommt das Gras in den Burger“, womit das heimische Rindfleisch in den Mittelpunkt gestellt und die Fleischerzeugung von der Weide bis zum Burger erklärt wird, kann in Vorarlberg umgesetzt werden. Die Seminarbäuerin Monika Ebenhoch ist davon überzeugt, dass man schon mit den Kindern über Bauern, Gärtner und regionale Lebensmittel sprechen muss, damit diese wertgeschätzt werden. „Die regionalen Lebensmittel sollten die Hauptsache sein“, wies sie auf das große Angebot in Vorarlberg.