Landwirtschaft in Bayern Strukturwandel verlangsamt sich

Bild auf Agrarheute.com © agrarfoto.com Bild vergrößern
von , am

Fürth - Der Strukturwandel in der bayerischen Landwirtschaft hat sich in den letzten Jahren verlangsamt. Der Trend "wachsen oder weichen" bleibt dennoch zu erkennen.

Bild auf Agrarheute.com © agrarfoto Bild vergrößern
Der Strukturwandel in der Landwirtschaft hat sich verlangsamt. Dennoch bleibt es dabei, dass die Zahl der kleineren Betriebe sinkt und die der größeren Betriebe steigt.

In der Agrarstrukturerhebung 2016 wurden in Bayern 90 162 landwirtschaftliche Betriebe ermittelt, die mindestens fünf Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche bewirtschaften oder bestimmte Mindestgrößen an Tierbeständen oder Spezialkulturen überschreiten. Verglichen mit den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2013 verringerte sich die Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe im Durchschnitt jährlich um 1,1 Prozent. Der Strukturwandel hat sich damit in den letzten Jahren verlangsamt, denn für den Zeitraum 2010 bis 2013 wurde ein durchschnittlicher jährlicher Betriebsrückgang von 1,6 Prozent errechnet.
Der Trend zu landwirtschaftlichen Betrieben mit einer größeren Flächenausstattung setzt sich weiter fort. Die durchschnittliche Hektaranzahl je Betrieb ist im Vergleich zu 2013 um einen Hektar auf nun 35 gestiegen. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 bewirtschaftete ein landwirtschaftlicher Betrieb im Durchschnitt 30 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche, im Jahr 2010 waren es 32 Hektar. Die Anzahl der Betriebe mit unter 10 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche ist gegenüber dem Jahr 2010 um 8,3 Prozent gesunken (-1 800 Betriebe) und die Anzahl der Betriebe mit über 100 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche ist um 22,3 Prozent (+903 Betriebe) gestiegen.


Mit Material von Bayerisches Landesamt für Statistik