Arbeitsschutz Vorsicht Hantaviren!

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Die Frühjahrsmonate werden in vielen Betrieben dazu genutzt, Scheune, Ställe, Gartenhütten oder Dachböden aufzuräumen. Die SVLFG rät zur Vorsicht: Im aufwirbelnden Staub können sich gefährliche Viren verbergen.

Maus © Foto: imago Bild vergrößern

Die Hantaviren werden durch den Kontakt mit Mäusen übertragen, in Deutschland hauptsächlich durch die Rötelmaus sowie durch die Brand- bzw. Gelbhalsmaus. Die Nager scheiden sie über Speichel, Urin und Kot aus. Auch wenn die Zugänge zu Nahrungsquellen, zum Beispiel zu Futtermitteln, reduziert werden, kann ihr Auftreten nie ganz vermieden werden.

Tipps, um eine Infektion zu vermeiden

Für die Reinigungs- und Aufräumarbeiten werden Korbbrille, Feinstaubmaske (FFP3), Einweg-Overall (Typ 4B), Einweg-Handschuhe aus Nitril mit langem Schaft sowie leicht zu reinigende und zu desinfizierende geschlossene Schuhe empfohlen. Pausen- oder Wohnräume sind mit verschmutzter Kleidung nicht zu betreten.

Während der Arbeiten sollte aus hygienischen Gründen nicht gegessen, getrunken oder geraucht werden. Um möglichst wenig Staub aufzuwirbeln, empfiehlt es sich, den Dreck vorher mit Wasser zu besprühen. Ein Staubsauger hingegen eignet sich nicht, da dieser die Viren über die Abluft verteilt.

Mäusekadaver und Exkremente sind mit Desinfektionsmitteln zu benetzen und anschließend in einer Plastiktüte über den Hausmüll zu entsorgen. Die Hände sind nach der Arbeit gründlich zu reinigen und zu desinfizieren, ebenso die Persönliche Schutzausrüstung zum mehrmaligen Gebrauch.

Bei Krankheitssymptomen einen Arzt aufsuchen

Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einer Erkrankung, verläuft die Infektion ähnlich einer Grippe mit Fieber sowie Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen. In seltenen Fällen kann es zu Nierenschäden kommen. Treten akute Krankheitssymptome auf, ist ein Arzt aufzusuchen. Dieser ist darauf hinzuweisen, dass Kontakt zu Nagetieren, deren Ausscheidungen oder kontaminierten Materialen bestanden hat.