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Verwaltung und Forschung

Ämterverlagerung - in Ruhstorf kann es losgehen

LfL-Zweigstelle Ruhstorf
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Gerd Kreibich, Wochenblatt
am
25.01.2018

An der neuen Zweigstelle der Landesanstalt für Landwirtschaft haben die ersten Mitarbeiter ihren Dienst angetreten.

Es sind die ersten Fünf von rund 200. In der neu eingerichteten Zweigstelle der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Ruhstorf an der Rott im Landkreis Passau wurden die ersten fünf Mitarbeiter offiziell begrüßt. „Sie gehören zu den Schrittmachern. Sie sind diejenigen, die den anderen sozusagen den Weg freimachen und die neue Zweigstelle bereits mit Leben füllen“, sagte Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zu den Mitgliedern des Pionierteams. Zudem betonte er: „Mit dieser Zweigstelle stellen wir unter Beweis, dass wir nicht nur ankündigen, sondern auch umsetzen. Und wir werden den Zeitplan, bis 2025 in Ruhstorf Arbeitsplätze für rund 200 Beschäftigte einzurichten, einhalten.“

Dabei sei die Zweigstelle in Ruhstorf „kein Abklatsch von Weihenstephan oder Grub“, so der Minister, sondern ein dritter Standort der LfL mit neuen, in die Zukunft gerichteten Aufgaben. „Wir werden ein Forschungs- und Innovationszentrum für die Landwirtschaft aufbauen, das bundesweit einmalig ist und das Strahlkraft weit über die bayerischen Grenzen hinaus entwickeln soll“, ist Brunner überzeugt.

Vier tragende Säulen seien geplant: Im Schwerpunkt Agrarökosysteme sollen die Aspekte Biodiversität, Klimawandel und Wasserqualität bearbeitet werden. Zweiter Schwerpunkt sei die Forschung im Themengebiet der Digitalisierung. Weiterhin werde im Bereich „Diversifizierung“ nach neuen Wegen gesucht, die Wertschöpfung zu vertiefen und höherwertige Produkte und Dienstleistungen zu erzeugen. Schließlich gehe es noch um die Vernetzung von Wissen.

Die Landwirtschaft wieder etwas mehr gesellschaftsfähig zu machen, zurückzubringen in die Mitte der Gesellschaft – das sei ein wichtiger Ansporn der neuen Zweigstelle in Ruhstorf, fügte LfL-Präsident Jakob Opperer hinzu. Er erklärte zudem, dass bei der Forschung die Landwirte vor Ort stark mit eingebunden werden sollen.

MdL Walter Taubeneder stellte heraus, dass das Rottal schon immer ein Bauernland mit großer landwirtschaftlicher Tradition gewesen sei. „Umso mehr freut es uns, dass hier die Zukunft der Landwirtschaft ganz intensiv mitgestaltet wird.“ Der Aufbau der Ruhstorfer Zweigstelle sei nicht nur eine Behördenverlagerung, sondern eine Zukunftswerkstatt der modernen Landwirtschaft.

Noch in diesem Jahr sollen von der neuen Zweigstelle aus die ersten Feldversuche stattfinden. Nach und nach soll dann nicht nur die Forschung, sondern auch der Mitarbeiterstamm wachsen. Angesiedelt ist die Zweigstelle vorerst in den Räumen des Technologiezentrums Energie der Hochschule Landshut.

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