Login
Vorbeugung

Afrikanischen Schweinepest - bayerischer Rahmenplan steht

Thumbnail
Ulrich Graf, Wochenblatt
am
14.09.2018

Mit einem neuen Rahmenplan zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verstärkt der Freistaat auf allen Verwaltungsebenen die Vorbeugemaßnahmen gegen die Tierseuche.

Marcel Huber

Bayern rüstet sich weiter gegen die Afrikanische Schweinepest. Die bayerischen Behörden sind mit einem neuen Rahmenplan auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest vorbereitet worden. Präventionsmaßnahmen sollen verhindern, dass die Tierseuche in Bayern ausbricht.

"Sollte die Tierseuche in Deutschland auftreten, müssen wir sehr schnell und konsequent handeln können. Unsere Maßnahmen zur effektiven Abwehr und Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest haben wir in engem Schulterschluss mit den Beteiligten auf den Weg gebracht," beschreibt Umweltminister Marcel Huber das Vorgehen.

Einheitliches Vorgehen der Behörden

Tierseuchenbekämpfung ist eine Staatsaufgabe über alle Verwaltungsebenen hinweg. Der Rahmenplan soll den Behörden vor Ort ein bayernweit einheitliches Vorgehen gegen die ASP ermöglichen. Der Rahmenplan bündelt dazu die notwendigen Informationen für die Vorbereitung auf einen solchen Seuchenfall und die Umsetzung von Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung.

So wird dort unter anderem geregelt, wie beim Festlegen von Restriktionszonen und der Umsetzung der dort notwendigen Maßnahmen vorzugehen ist. Dies umfasst beispielsweise das Vorgehen bei der Einzäunung von besonders betroffenen Gebieten oder der Suche nach verendeten Wildschweinen. Zudem wurden wichtige Informationen und Merkblätter zentral auf der Internetseite des Umweltministeriums zur Verfügung gestellt.

Abschussanreize für Wildschweine

Ein wesentliches Instrument zur Tierseuchenkontrolle ist die Reduzierung der Wildschweindichte durch intensive Bejagung. Für das Jagdjahr 2018/2019 soll daher die Auszahlung der Aufwandsentschädigung für das Erlegen bestimmter Wildschweine fortgesetzt werden. Insgesamt stehen für das Anreizprogramm 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Im Sinne eines Frühwarnsystems werden zusätzlich verendet aufgefundene Wildschweine auf ASP-Viren untersucht. Auch hierfür gibt es eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 20 Euro pro Tier.

Zu den Präventionsmaßnahmen gehören auch besondere Hinweise zu Hygienemaßnahmen und Aufklärungskampagnen. Dazu wurden Hinweise für Reisende an Raststätten entlang der Autobahnen und an Flughäfen angebracht sowie sonstige Informationsmaterialien für die Öffentlichkeit verteilt.

Lesen Sie hierzu auch die Abschusszahlen in Mecklenburg-Vorpommern und die Leserzuschrift von Lutz Wudtke

Auch interessant