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Gemeinsame Agrarpolitik

„Agrargelder umsteuern, Familienbetriebe stärken“

Hogan Brunner
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
23.02.2018

Brunner und Hogan für neue Akzente in der EU-Agrarpolitik.

In Brüssel werden heuer die Weichen für die künftige Agrarpolitik in Europa gestellt. Welche Erwartungen Bayern dabei hat, das hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner jetzt bei einem Treffen mit EU-Agrarkommissar Phil Hogan in München deutlich gemacht.

Der Minister sprach sich dafür aus, die europäische Agrarpolitik viel stärker auf bäuerliche Familienbetriebe und kleinteilige Strukturen auszurichten. „Wir brauchen eine spürbare Umverteilung der Agrarzahlungen hin zu kleineren und mittleren Betrieben“, sagte der Minister bei dem Gespräch.  Eine finanzielle Besserstellung von Familienbetrieben sei zum einen eine Frage der Gerechtigkeit – schließlich wären entsprechende Zuschläge laut Brunner ein notwendiger Ausgleich für die im Vergleich zu Großbetrieben höheren Produktionskosten. Zum anderen sieht der Minister darin einen wertvollen Beitrag, um die Kulturlandschaften vielfältig und die ländlichen Räume vital zu halten.

Von diesen öffentlichen Gütern profitiere die gesamte Gesellschaft. Um die Landwirtschaft für Hofnachfolger attraktiver zu machen, sind laut Brunner gezielte Starthilfen und Entlastungen für Junglandwirte notwendig. Beim Agrarkommissar kamen die Vorschläge gut an – auch Hogan denkt an eine Strukturkomponente in der künftigen Agrarförderung und eine Stärkung der Junglandwirte.

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