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Milchvieh

Anbindehaltung - Agrarausschuss richtet Appell an LEH

Alexandra Königer, Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt
am
23.02.2017

München - Mit Sorge sieht der Bayerische Landtag das Bestreben einiger Lebensmitteleinzelhändler (LEH), Milch von Kühen aus Anbindehaltung aus den Regalen verschwinden zu lassen.

Anbindehaltung

Für die FW ist das „eine Diffamierung kleinerer und mittlerer Betriebe mit Anbindehaltung“, wie Leopold Herz (Freie Wähler) vergangene Woche im Agrarausschuss sagte. Dem SPD-Agrarsprecher Horst Arnold macht es „Angst, dass der LEH die Macht hat, auf die Struktur der Landwirtschaft einzuwirken“. Klaus Steiner (CSU) forderte den LEH auf, seine „Verantwortung für eine flächendeckende Landwirtschaft in Bayern wahrzunehmen“. Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Ulli Leiner (Grüne) verwies zwar darauf, dass die Grünen für ein Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung sind, aber mit Weidegang müsse man die Möglichkeit erhalten, „dass es weiter Anbindeställe gibt“. Eine entscheidende Rolle würden dabei auch die Molkereien spielen. Einstimmig sprach sich der Agrarausschuss auf FW-Antrag dafür aus, dass die Staatsregierung auf Molkereien und den LEH einwirken soll, dass „Milch aus Anbindehaltung nicht in Misskredit gebracht wird“.

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