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Aufregung beim Bayerischen Jagdverband

Jürgen Vocke
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Karola Meeder, Wochenblatt
am
28.08.2019

Strafanzeige gegen Verbandspräsident Jürgen Vocke gestellt.

Die Anzeige kommt aus den eigenen Reihen, nämlich vom Vorsitzenden der BJV-Kreisgruppe Memmingen, Andreas Ruepp – und zwar wegen des Verdachts auf Untreue und Unterschlagung. Das berichtet die Augsburger Allgemeine. Vocke führt den Verband seit 25 Jahren und hat für Anfang des kommenden Jahres seinen vorzeitigen Rücktritt angekündigt. Dem Verband drohe laut der Augsburger Allgemeinen wegen mutmaßlicher Unklarheiten in der Haushaltsführung möglicherweise sogar der Verlust der Gemeinnützigkeit. Das gehe aus dem Protokoll einer Präsidiumssitzung am 25. Juli sowie aus einem Schreiben des Münchner Wirtschaftsprüfers Felix Wallenhorst vom 13. August hervor.

„Dass die Schonzeit für Präsident Vocke,76, zu Ende geht, war bereits länger klar“, heißt es in der Augsburger Allgemeinen weiter. Einige seiner Kollegen im Präsidium hätten ihn schon seit geraumer Zeit im Visier und um seine Nachfolge sei ein verdeckter Machtkampf entbrannt. Zugleich ziehe sich die Aufklärung möglicher finanzieller und steuerlicher Unregelmäßigkeiten schon seit Monaten hin.

Vorletzte Woche war sich Vocke noch sicher, dass sich der Ärger um die Finanzen mit dem Bericht des Wirtschaftsprüfers in „Schall und Rauch“ auflösen werde. Wenige Tage später aber machte ein Schreiben der Landesschatzmeisterin des BJV die Runde, in dem gleich eine ganze Reihe möglicher Probleme in der Kassenführung aufgelistet sind. Daraufhin erstattete Andreas Ruepp Anzeige. Und was sagt Vocke selbst dazu? Weil er die Anzeige noch nicht kenne, könne er sich auch nicht dazu äußern.

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