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Warum sich Bafög immer lohnt

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BLW
am
10.10.2017

München - Studenten müssen später nur die Hälfte der Ausbildungsförderung zurückzahlen.

Am 1. Oktober startete an den Hochschulen das Wintersemester. Jeder fünfte Student vertraut auf staatliche Förderung, um seine Rechnungen bezahlen zu können. Doch einer von sechs Studenten schreckt aus Angst vor Schulden vor dem Bafög-Antrag zurück. Dabei sollten Studierende mit Bafög-Berechtigung das Geld auch beanspruchen.

  1. Mindestens die Hälfte des Geldes ist geschenkt: Mit bis zu 735 € unterstützt der Staat junge Menschen beim Studieren. Erst fünf Jahre nach dem Studium müssen sie anfangen, maximal die Hälfte des Geldes zurückzuzahlen – ohne Zinsen und in kleinen Monatsraten.
  2. Nicht von vornherein abschrecken lassen: Einkommen der Eltern, des Lebenspartners, eigenes Vermögen, der Nebenjob – all das kann beeinflussen, wie viel Förderung man erhält. Doch die angegebenen Obergrenzen scheinen oft schlimmer, als sie sind.
  3. Das Einkommen der Eltern wird nicht voll angerechnet: Der häufigste Grund, warum Studenten gar keinen Antrag stellen, ist das Einkommen der Eltern. Doch nur die Hälfte des steuerpflichtigen Einkommens über dem Freibetrag wird vom Bafög abgezogen. Angestellte verheiratete Eltern können 4000 € im Monat verdienen und die Kinder trotzdem Bafög-berechtigt sein.
  4. Das Ersparte der Eltern ist dem Bafög-Amt egal: Beim Vermögen müssen Studenten nur auf ihr eigenes Konto schauen. Besitzen sie mehr als 7500 €, müssen sie zuerst ihre Reserven aufbrauchen. Die Ersparnisse der Eltern spielen dagegen keine Rolle.
  5. Arbeiten und Bafög sind kein Widerspruch: Einen Nebenjob dürfen auch  Bafög-Empfänger haben, sofern sie nicht mehr als 5400 €/Jahr dazuverdienen. Etwa mit einem Minijob.
  6. Sonderfall - Bafög unabhängig von den Eltern: In einigen Fällen fließt Bafög sogar unabhängig vom Einkommen der Eltern. Etwa wenn man vor dem Studium schon fünf Jahre gearbeitet hat.
  7. Gleich nach der Uni-Zulassung den Antrag abschicken: Sobald man weiß, an welche Uni man gehen will, kann man den Bafög-Antrag stellen. Das sollte man so schnell wie möglich tun, da es mehrere Monate dauern kann, bis das Geld auf dem Konto landet.
  8. Bafög bekommt man nicht rückwirkend

Allerspätestens am 31. Oktober müssen die Formulare abgeschickt sein. Denn erst ab dem Monat, in dem man den Bafög-Antrag abgegeben hat, bekommt man die Förderung auch ausbezahlt.

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