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Steuergelder

Bankenrettung kostete 30 Milliarden

Bank
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
21.09.2018

Von wegen die Agrarpolitik komme dem Steuerzahler teuer. Die Rettung privater Banken in Deutschland in der Finanzkrise hat rund 30 Milliarden Euro gekostet.

Durch ungesicherte Kredite und zweifelhalte Geschäfte hatte sich eine Reihe von Banken in der Gier danach, noch mehr Geld zu verdienen, in Schieflage gebracht. Dafür musste der Steuerzahler in einer Rettungsaktion aufkommen.

Wie die Bundesregierung in der Antwort (19/4243) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/die Grünen (19/3458) mitteilt, belief sich der nicht gedeckte Fehlbetrag der Finanzmarktstabilisierungsanstalt, die die Banken unterstützt hatte, am Ende des vergangenen Jahres auf 21 Milliarden Euro.

Hinzugerechnet werden muss nach Angaben der Regierung der Fehlbetrag aus den Stützungsmaßnahmen für die Deutsche Industriebank (IKB) in Höhe von 9,3 Milliarden Euro. Das endgültige Ergebnis könne erst nach Beendigung aller Stabilisierungsmaßnahmen festgestellt werden. Die Maßnahmen zugunsten der Commerzbank, der Hypo Real Estate Holding und der früheren WestLB seien noch nicht beendet.

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